Auf dem großen Tempelplatze am Morgen des nächsten Tages. Eine gewaltige Menge, meist Frauen mit Kindern, drängt sich wild vor dem Palaste die Stufen empor und wird eine einzige, lärmende Flut, überschäumt von einzelnen gellen Rufen und Schreien. Die Vordersten sind bis zu der Tür gelangt und hämmern an das Tor.

DER TÜRHÜTER (erscheint):

Was wollt ihr noch? Ich habe euch schon gesagt, es wird heute kein Brot mehr gegeben!

EIN WEIB:

Aber ich habe Hunger! Ich habe Hunger!

EINE ANDERE:

Ein Brot haben sie mir gegeben für meine drei Kinder, klein wie die Spanne meiner Hand! Sieh her: ganz dürr ist das Mädchen, wie Bast ihre Finger. (Sie hebt ein Kind empor.)

EINE ANDERE:

Das meine sieh! Das meine! (Sie hebt ihr Kind empor.)

STIMMEN (wild durcheinander):