DER ÄLTESTE:
Zefanja ist es, der Sohn meines Schwähers, den wir auf Kundschaft gesandt. (Er schiebt den Riegel auf, ein Mann tritt ein, behelmt und wie ein Chaldäer gekleidet. Alle stürzen sich um ihn. Nur Jeremias bleibt, wie der Stein, auf dem er mit gestütztem Arm starrt, reglos und unbeteiligt.)
ALLE (wild durcheinander):
Was ist geschehen ... Hast du Neter gesehen, meinen Sohn ... Tebia, mein Weib ... mein Haus, haben sie es verbrannt ... Erzähle ... sprich ... Wo ist der König ... Der Tempel ... Erzähle, Zefanja ... Mein Gatte, Ismael ... wo ist er ... Sprich ... Wo ist der Priester ... was geschieht mit uns ... Erzähle ...
DER ÄLTESTE:
Stille! Ihm lasset die Rede, denn seine Augen haben den Tag gesehen und die Stadt!
ZEFANJA:
Besser im Dunkel zu sitzen, anstatt solches zu schauen, besser als dieses noch, blind sich zu weinen, und am besten tief unten im Schwarzen zu schlafen zwischen den Wurzeln der Bäume und den Eingeweiden der Erde. Ein Acker der Toten ist Davids Stadt geworden, Schutt und Kehricht Salomos Burg.
ALLE:
Wehe ... Jerusalem ... wehe ... wehe ...