STIMMEN:

Nein ... sprich ... erzähle ... sprich ... was ist uns verhängt ...

ZEFANJA:

Es ist Nabukadnezars Wille, daß die Stadt nicht mehr lebe auf Erden.

(STIMMEN in Schreckensschreien.)

ZEFANJA:

Zum Denkmal der Schrecknis hat der Verruchte Gottes Stadt bestimmt! Von der Erde reißt er uns weg, wandern müssen wir, Brüder, wie einst in die Knechtschaft. Eine Nacht nur wird uns Restlingen gegeben zur Rast, daß wir die Toten begraben, dann muß ein jeder, Greis und Kind, fort von hier in der Chaldäer Land. Fremden Acker sollen wir bauen, fremde Reben aufpflanzen und fremd uns selber werden und unserm Gott. Zum letzten Male halten wir Jerusalems Erde an unserm Fuß, zum letzten glänzt heimatlich Gestirn ob unsern Häupten. Das ist jener Botschaft. Weh, wen es lüstet, sie zu vernehmen!

(DER POSAUNENSCHALL tönt wieder von näher.)

STIMMEN:

Wir sollen hinaus ... fort von Zion ... fort von Jerusalem ...