STIMMEN:

Ein Fluchbringer ist er ... er hat Gottes Haus stürzen lassen ... er brach den Eid ... nein, lasset ihn ... man hat seine Söhne geschlagen ... ein Blinder ist er ... aber er soll nicht mehr König sein ... nein ... nein ... was soll uns ein Blinder ... eine Last ist er ... nein, er soll nicht König sein ... nein ...

ZEDEKIA (fast weinend in seiner Hilflosigkeit):

Führ mich fort ... meine Augen sind mir genommen ... die Krone noch reißen sie mir ab ... birg mich ... verbirg mich vor ihnen.

EINE FRAU: Hier ruhe aus ... mein König, bette dich hin.

(ZEDEKIA wird an der Treppe hingebettet, Neugierde drängt um ihn.)

DER ÄLTESTE:

Weichet vom Könige! Ehrfurcht dem Gesalbten des Herrn! Unser Führer ist er von Gott.

STIMMEN:

Nein ... ein Blinder ist kein Führer ... wie kann er König sein in Jerusalem, da Zion fiel ... Knechte sind wir alle, wir brauchen keine Führer ... oh, wir bedürfen eines Erretters ... oh, daß Mose uns erstünde ... ein Tröster wäre vonnöten, kein Bedrückter ... ein Erleuchteter und kein Blinder ... niemand kann uns helfen ... rüstet zur Reise ... sehet das Dämmern ... wehe der Tag ... oh, Auszug ins Fremde ... wehe wir Vertriebenen ... wehe uns Führerlosen ...