Nein ... er redet recht ... viel Wahres ist an seinem Wort ... lasset ihn ausreden ... die Träume ... was für Verheißung ... lasset ihn ... auch ihn wollen wir hören ...
JEREMIAS:
Was wecket ihr auf das reißende Tier mit eurem Gejauchze, was locket ihr in die Stadt den König von Mitternacht, was rufet ihr zum Kriege, Männer Jerusalems? Habet ihr dem Mord eure Söhne gezeuget, und der Schande eure Töchter? Ward dem Feuer eure Hausung gebaut und dem Prellbock die Mauer? Besinne dich, Israel, halt ein, eh du rennest ins Dunkel, Jerusalem! Ist denn so hart deine Knechtschaft, ist so brennend dein Leiden? Siehe, siehe um dich: es ist Gottes Sonne über dem Lande, und eure Weinstöcke blühen in Frieden, es schreiten beseligt die Bräute mit ihren Erwählten, es spielen einfältig die Kinder, und sanft glänzet der Mond in Jerusalems Schlaf. Das Feuer hat seinen Ort und das Wasser seine Stätte, die Speicher ihre Fülle und Gott sein geräumiges Haus. Sage, Israel, sage, ist es nicht schön in Zions Mauern, ist es nicht lind in Sarons Talen, nicht selig an des Jordans blauem Gefäll? Oh, laß es dir genug sein, friedsam zu wohnen unter Gottes beruhigtem Blick, und halte den Frieden, halte ihn fest in deinen Mauern, Volk von Jerusalem, halte den Frieden!
SEBULON:
Recht redet er! Heil ihm! Wie Gold ist seine Rede!
PASHUR:
Wie chaldäisch Gold!
STIMMEN:
Ja ... er ist verkauft ... nein, recht redet er ... Friede ... wir wollen den Frieden ... ein Verräter ist er ... ein Söldling von Assur ... lasset ihn reden ... nein, Hananja redet wahr ... nur Hananja ...
HANANJA: