Sénecé trat näher. Er sah ein Wappenschild in französischer Form und seine Neugier verdoppelte sich; er trat ganz dicht heran und erkannte sein eigenes Wappen mit dieser lateinischen Inschrift:

Nobilis homo Johannes Norbertus Senece eques decessit Romae.

„Der hohe und mächtige Herr Jean Norbert von Sénecé, Chevalier, gestorben zu Rom.“

‚Ich bin wohl der erste Mensch‘, dachte Sénecé, ‚der die Ehre hat, seinem eigenen Begräbnis beizuwohnen. Ich weiß nur vom Kaiser Karl V., der sich dies Vergnügen geleistet hat. Aber in dieser Kirche ist für mich nicht gut bleiben.‘

Er gab dem Sakristan noch eine Zechine. „Mein 22Vater,“ sagte er ihm, „lassen Sie mich durch eine Hintertür Ihres Klosters hinaus.“

„Sehr gern“, sagte der Mönch.

Kaum auf der Straße, begann Sénecé, in jeder Hand eine Pistole, mit äußerster Schnelligkeit zu laufen. Bald hörte er hinter sich Leute, die ihn verfolgten. An seinem Haus angelangt, sah er die Tür verschlossen und einen Mann davor. ‚Jetzt heißt es stürmen[“], dachte der junge Franzose und wollte den Mann mit einem Pistolenschuß töten, als er seinen Kammerdiener erkannte.

„Mach die Tür auf!“ schrie er ihn an.

Sie war offen. Rasch traten sie ein und schlossen sie wieder.

„Ach, gnädiger Herr, ich habe Sie überall gesucht; es gibt sehr traurige Neuigkeiten. Der arme Jean, Ihr Kutscher, ist von Messerstichen durchbohrt worden. Die Leute, die ihn getötet haben, stießen Verwünschungen gegen Sie aus. Gnädiger Herr, man will Ihnen ans Leben!“