Wie dieser Russe in Tommys Uniform geraten war, blieb ein ungelöstes Rätsel! —

Wahrlich, es wird einem wunderlich zumute, wenn jetzt, wo es die Vernichtung Deutschlands gilt, Tommy Atkins und Ivan Ivanowitsch sich einreden, gute Freunde zu sein! Ist die Gefahr einer russischen Invasion in Indien, die einsichtige Engländer wie Lord Curzon, der bedeutendste Vizekönig, den Indien bisher hatte, seit vielen Jahren prophezeien, weniger drohend geworden?

Gewiß, es gibt für Rußland einen andern Ausweg nach dem Meere, und zwar nach Westen — und meine schwedischen Landsleute sollten das nicht vergessen!

Gott schütze mein Vaterland!


Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.

[Werke von Sven Hedin.]

Der Name Sven Hedin ist ein Programm, ein Kennwort für Reiselust und Forscherdurst, für Wagemut und Unerschrockenheit (Schlesische Ztg.). Hedins Verdienst ragt über die Fachwissenschaft riesengroß empor; er lehrt uns, neue Teile der Erde mit den Augen des Kulturmenschen sehen. Mit um so größerer Freude bekennen wir das, als er selbst erklärt hat, daß die Wurzeln seiner Wissenschaft in deutschem Boden stecken (Konservative Monatsschrift). Von allen Forschungsreisenden der Gegenwart steht er uns menschlich am nächsten, denn es gibt keinen andern, der sich so unbefangen und vielseitig zeigt (Neue Hamburger Ztg.). Seine Erzählerkunst ist von einer zwingenden Objektivität; er berichtet die gefahrvollsten Abenteuer, die merkwürdigsten Wunder mit solcher Selbstverständlichkeit, daß man den schweren Ernst seiner Aufgabe oft verschwinden sieht. Es gibt wohl in der heutigen Reiseliteratur wenig Werke, die wissenschaftlich so bedeutsam und dabei als reine Unterhaltungsmittel so plastisch und fortreißend sind (Berliner Tageblatt). Er versteht es meisterhaft, im leichten Plauderton seine wissenschaftlichen Ergebnisse mitzuteilen, so daß man belehrt wird, ohne es zu merken (Vorwärts). An Hedin am meisten zu schätzen ist jedoch die geradezu geniale Art, wie er uns all die fremden Menschen, die entweder die wechselvollen Schicksale seiner Reisen teilten oder ihm auch nur flüchtig begegneten, vertraut und lebendig macht. Diese lebensvolle Menschenschilderung bildet unbedingt den Gipfelpunkt seines schriftstellerischen Könnens (Rud. Greinz im Deutschen Literaturspiegel). Wohl kein Geograph unserer Tage versteht es wie Hedin, die Resultate großer wissenschaftlicher Fragen mit dem liebevollen Auge des edlen Menschen zu sehen und zu schildern (Echo der Gegenwart). Zu alledem kommt noch, daß Hedin nicht nur ein Meister der geographischen Wissenschaft, eine auch in ihrer reinen Menschlichkeit interessante und fesselnde Persönlichkeit und glänzender Darsteller, sondern auch ein virtuoser Zeichner und Aquarellist ist und seine Werke nicht nur mit vortrefflichen Photographien, sondern auch mit einer Menge individuell gesehener Figuren- und Landschaftsbilder schmücken konnte (Düsseldorfer Ztg.). — Hedins Werke sind:

Durch Asiens Wüsten. (107 Abb., 2 farbige Tafeln, 5 Karten) Gebunden 10 M.

Im Herzen von Asien. (407 Abbildungen, 5 Karten) 2 Bände, gebunden 20 M.