1919.

Meinen deutschen Studiengenossen
gewidmet.

Vorwort zur ersten Auflage.

Das Buch, das ich hiermit den Freunden der geographischen Forschung auf Gnade und Ungnade übergebe, widme ich in der deutschen Ausgabe aus treuer Anhänglichkeit meinen deutschen Studiengenossen.

Es ist meine erste und teuerste Pflicht, unter denjenigen, welche bei vielen vorhergehenden Gelegenheiten meine Pläne mit verständnisvollem Interesse und mit Wärme erfaßt haben, Sr. Majestät König Oskar von Schweden und Norwegen, der mit gewohnter Freigebigkeit meine Reise ermöglichte, meine aufrichtigste Dankbarkeit zu bezeugen.

Auch Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland bin ich zu großem Dank verpflichtet für die Unterstützung, die er die Gnade hatte mir zuteil werden zu lassen. Die Kosakeneskorte, die mir der Kaiser zur Verfügung stellte, war für mich von unschätzbarem Wert. Selten habe ich solche Treue und solchen Gehorsam gefunden wie in den Jahren, die ich mit diesen Kosaken zusammen verlebte. In Verbindung hiermit muß ich auch dem russischen Kriegsminister General Kuropatkin dafür danken, daß er mir infolge seiner hohen Stellung die Reise in mehr als einer Beziehung erleichterte.

Sehr zu Dank verpflichtet bin ich allen meinen Landsleuten, die in freigebiger Weise einen ansehnlichen Teil der notwendigen Mittel zur Reise beisteuerten, während ich aus Eigenem das Honorar meiner früheren Reisebeschreibung für meine neuen Forschungen auf asiatischem Boden verwendete.

Mein Buch erhebt nur den Anspruch, ein in großen Zügen angelegtes Tagebuch meiner Erfahrungen und Erlebnisse im Herzen von Asien und eine Beschreibung jener Gebiete zu sein, die ich auf einer Wanderung von über 10000 Kilometern durchquert habe. Diese Länder sind vor mir noch nie besucht und noch weniger beschrieben worden und verdienen daher Aufmerksamkeit. Ich habe versucht, einen Begriff davon zu geben, wie man in der großen Einsamkeit Asiens lebt und wie die Tage dort vergehen. Durch Asien wandelt man nicht auf Rosen. Die Mühe findet jedoch ihren Lohn in dem Bewußtsein, das Wissen der Menschheit vergrößert zu haben. Die wissenschaftlichen Resultate der Reise berühre ich in diesem Buche nur flüchtig, da sie einem besonderen Werke vorbehalten sind, dessen Herausgabe die Freigebigkeit des schwedischen Reichstags ermöglicht hat. Auf die hochverdienten Reisenden, die vor mir oder gleichzeitig mit mir Asien bereist haben, habe ich in meinem Werke selten Bezug genommen, um auf dem mir zur Verfügung stehenden Raume den Verlauf meiner eigenen Reise ausführlicher schildern zu können.

Die absoluten Höhen hat Herr Dr. Nils Ekholm ausgerechnet. Die beigegebenen Karten können nur als vorläufige betrachtet werden. Mit Benutzung meines großen Kartenmaterials hat Hauptmann Byström sie in sehr verdienstvoller Weise, die viele Mühe gekostet hat, ausgeführt. Schwedische Künstler haben durch naturgetreue, wohlgelungene Bilder zum Schmucke der Arbeit beigetragen. Allen diesen Herren sage ich meinen herzlichen Dank für ihre Mitarbeit.

Meine Mutter ist mir eine unermüdliche Korrekturleserin gewesen; sie hat meinen guten Namen vor vielen Schnitzern bewahrt!