Die Katze erhält die Abfälle der Mahlzeiten. Daher sagt man für Wertloses:
Das ist für die Katz!
Nach anderen erklärt sich die Redensart damit, weil die Katze ein verachtetes Geschöpf ist. Man gebraucht also die Redensart dann, wenn man für eine Handlung auf Undank rechnen muß.
Katzenjammer
soll die bekannte Magenverstimmung deshalb heißen, weil sie der Stimmung beim Anhören eines Katzenkonzerts gleicht.
Uebrigens hat man schon in früheren Zeiten erkannt, daß die Katze im Gegensatz zum Hunde ein ausgezeichnetes Sehvermögen besitzt. Das geht aus dem Vers hervor:
Nimm die Augen in die Hand und die Katz aufs Knie,
was du nicht siehst, das sieht sie.
Der Glaube, daß Hexen sich in Katzen verwandeln, rührt von dem nächtlichen Leben der Tiere her und ihren im Dunkeln leuchtenden Augen, sowie ihrem lautlosen Schleichen.