»Es liegt alles ganz exceptionell. Übrigens mach ich es kurz mit meinem Besuch, und wenn Sie Schritt reiten, worum ich bitte, so hol ich Sie bei Genshagen noch wieder ein. Von da bis Wutz haben wir kaum noch eine Stunde, und wenn wir's forcieren wollen, keine halbe.«

Und während er noch so sprach, bog er rechts ein und ritt auf das Forsthaus zu.

Woldemar hatte die Mitte zwischen Rex und Czako gehabt; jetzt ritten diese beiden nebeneinander. Czako war neugierig und hätte gern Fritz herangerufen, um dies und das über Katzler und Frau zu hören. Aber er sah ein, daß das nicht ginge. So blieb ihm nichts als ein Meinungsaustausch mit Rex.

»Sehen Sie,« hob er an, »unser Freund Woldemar, trabt er da nicht hin, wie wenn er dem Glücke nachjagte? Glauben Sie mir, da steckt ne Geschichte dahinter. Er hat die Frau geliebt oder liebt sie noch. Und dies merkwürdige Interesse für den in Sicht stehenden Erdenbürger. Übrigens vielleicht ein Mädchen. Was meinen Sie dazu, Rex?«

»Ach Czako, Sie wollen ja doch nur hören, was Ihrer eignen frivolen Natur entspricht. Sie haben keinen Glauben an reine Verhältnisse. Sehr mit Unrecht. Ich kann Ihnen versichern, es gibt dergleichen.«

»Nun ja, Sie, Rex. Sie, der sich Frühgottesdienste leistet. Aber Stechlin …«

»Stechlin ist auch eine sittliche Natur. Sittlichkeit ist ihm angeboren, und was er von Natur mitbrachte, das hat sein Regiment weiter in ihm ausgebildet.«

Czako lachte. »Nun hören Sie, Rex, Regimenter kenn ich doch auch. Es gibt ihrer von allen Arten, aber Sittlichkeitsregimenter kenn ich noch nicht.«

»Es gibt's ihrer aber. Zum mindesten hat's ihrer immer gegeben, sogar solche mit Askese.«