Nostitz ließ den Lärm eine Weile dauern, und klopfte dann erst mit dem ihm als Zeichen seiner Würde zur Seite liegenden Pallasch auf den Tisch.
»Silentium, Silentium.«
»Kameraden vom Regiment Gensdarmes, Erben eines alten Ruhmes auf dem Felde militärischer und gesellschaftlicher Ehre (denn wir haben nicht nur der Schlacht die Richtung, wir haben auch der Gesellschaft den Ton gegeben), Kameraden, sag ich, wir sind schlüssig geworden: es muß etwas geschehn!«
»Ja, ja. Es muß etwas geschehn.«
»Und neu geweiht durch die ›Weihe der Kraft‹, haben wir, dem alten Luther und uns selber zu Liebe, beschlossen, einen Aufzug zu bewerkstelligen, von dem die spätesten Geschlechter noch melden sollen. Es muß etwas Großes werden! Erinnern wir uns, wer nicht vorschreitet, der schreitet zurück. Ein Aufzug also. So viel steht fest. Aber Wesen und Charakter dieses Aufzuges bleibt noch zu fixiren, und zu diesem Behufe haben wir uns hier versammelt. Ich bin bereit, Ihre Vorschläge der Reihe nach entgegen zu nehmen. Wer Vorschläge zu machen hat, melde sich.«
Unter denen, die sich meldeten, war auch Lieutenant von Zieten.
»Ich gebe dem Lieutenant von Zieten das Wort.«
Dieser erhob sich und sagte, während er sich leicht auf der Stuhllehne wiegte: »Was ich vorzuschlagen habe, heißt Schlittenfahrt.«
Alle sahen einander an, Einige lachten.
»Im Juli?«