[Verlag von F. Fontane & Co. – Berlin W 35]

Unentbehrlich für jeden Gebildeten, der sich über die litterarische Bewegung des In- und Auslandes auf dem Laufenden halten will, ist

Das litterarische Echo

Halbmonatsschrift für Litteraturfreunde

Herausgeber: Dr. Josef Ettlinger

Dritter Jahrgang

Sammel-Organ für alle litterarischen Interessen

Essais, Biographien, Kritiken aus angesehenen Federn * Litteraturbriefe aus allen Kulturländern * Gedrängte Revue der in- und ausländischen Zeitschriften * Vollständige Bibliographie * Porträts * Proben aus neu erscheinenden Werken * Nachrichten

In der »Zeitschrift f. deutschen Unterricht« (Leipzig, B. G. Teubner) vom Februar 1899 widmete deren Herausgeber Prof. Dr. Otto Lyon dem »Litt. Echo« eine dritthalb Seiten lange Besprechung, in der es u. a. heißt:

»Das gesamte litterarische Leben unserer Nation wie in einem Spiegel zusammenzufassen und den Litteraturfreunden so die Möglichkeit zu verschaffen, dieses eigenartige und intime geistige Leben unseres Volkes zu überschauen und mit lebendigem Anteil zu verfolgen, ist der Zweck der vorliegenden neuen Zeitschrift. Daß eine solche Zeitschrift eine unbedingte Notwendigkeit für unsere Zeit ist, wird jeder zugestehen, der mit uns der Meinung ist, daß in unserem Zeitalter nur das Volk auf die Dauer lebens- und leistungsfähig bleibt, das durch das gemeinsame Bindemittel einer tiefgehenden litterarischen Bildung fest zusammengekittet wird ... darum ist es heute vielleicht unsere allerwichtigste Aufgabe, die Kreise der Gebildeten unseres Volkes für dessen Litteratur nachdrücklich zu interessieren und so unser Volk vor Verflachung und gigerlhafter Verblödung, die uns leider in den Straßen und Gesellschaftssälen unserer Hauptstädte schon vielfach entgegentritt, zu bewahren. Eines fehlt gerade den maßgebenden Kreisen unseres Volkes vielfach noch in großem Maße: Die Fähigkeit litterarisch zu genießen und die zu litterarischem Genuß drängende Eß- oder Trinklust. Zu dieser muß unser Volk seinem größten Teile nach erst erzogen werden, die Aufgabe, eine solche Erziehung anzubahnen und in die rechten Formen zu leiten, will die vorliegende Zeitschrift zu lösen versuchen. Ich glaube, dieses Ziel ist so hoch und groß, daß alle, die unser Volk und sein geistiges Leben lieben, sich freudig in den Dienst dieses reinen Strebens stellen werden. Und jeder, der zur Verbreitung dieser Zeitung beiträgt, hilft an der Erreichung des weitgesteckten Zieles thatkräftig mitarbeiten. – Und diese Zeitschrift verdient es, daß sie die weiteste Verbreitung vor allem auch in Lehrer- und Schulkreisen, den berufenen Erziehern unseres Volkes, findet« u. s. w.