»Nu, süh eens,« wiederholte die Alte. »Hätten em salln ’ne Muulschell gewen.«
»Wollt’ ich auch. Aber als er so dastand und zitterte, da konnt’ ich nicht. Und dann dacht’ ich auch ...«
»Ach wat, Hradscheck, is joa all dumm Tüg ... Un wenn et wat is, na, denn möt’ et de Franzos sinn.«
»Der Franzose?«
»Joa, de Franzos. Kuckens moal; de Ihrd geiht hier so’n beten dahl. He moak woll en beten rutscht sinn.«
»Rutscht sinn«, wiederholte Hradscheck und lachte mit der Alten um die Wette. »Ja, der Franzos ist gerutscht. Alles gut. Aber wenn ich nur den Jungen erst wieder in Ordnung hätte. Der macht mir das ganze Dorf rebellisch. Und wie die Leute sind, wenn sie von Spuk hören, da wird ihnen ungemüthlich. Und dann kommt zuletzt auch die dumme Geschichte wieder zur Sprache. Sie wissen ja ...«
»Woll, woll, ick weet.«
»Und dann, Mutter Jeschke, Spuk ist Unsinn. Natürlich. Aber es giebt doch welche ...«
»Joa, joa.«
»Es giebt doch welche, die sagen: Spuk ist nicht Unsinn. Wer hat nu Recht? Nu mal heraus mit der Sprache.«