Es haben alle Stände
So ihren Degen wert?
Der alte Derfflinger
* ⁎ *
Sei brav,
Sei gut,
Hast Schlaf,
Hast Mut.
Eine halbe Stunde von Paretz, wie dieses hart an der Havel, liegt Ketzin, schon ein Städtchen; wieder eine halbe Meile weiter, aber nun landeinwärts, Dorf Etzin. Es von Paretz aus zu besuchen, verbot sich mir; ich hatte also eine eigene Fahrt, eine kleine Spezial-Reise dafür anzusetzen. Diese, per Bahn, ging zunächst über Spandau, Segefeld, Nauen, von hier aus zu Fuß aber an den alten Bredow-Gütern: Markée und Markau vorüber, ins eigentliche Havelland hinein. Der Leser wolle mich freundlich begleiten.
Mit dem Glockenschlage zwölf sind wir auf dem Nauener Bahnhof eingetroffen und das Straßenpflaster mit gebotener Vorsicht passierend, marschieren wir nach zehn Minuten schon, an Gruppen roter Husaren und gelbklappiger Ulanen vorüber, zum andern Stadt-Ende wieder hinaus. Das weitgespannte Plateau, ein guter Lehmboden, ist flach und hart wie eine Tenne und wäre nicht ein fichtenbestandener Höhenzug, der wie eine Kulisse sich vor uns aufrichtet, so würden wir beim Heraustreten aus dem Nauener Tore schon die spitzen Türme von Ketzin und Etzin vor uns erblicken. So aber teilt der Höhenzug das Bild in zwei Teile und gönnt uns zunächst nur den Überblick über die nördlich gelegene Hälfte.