[22] Es scheint zweifelhaft, ob Tegel 1765 durch Kauf, oder 1766 als Frauengut an den Major von Humboldt kam. Ich finde nämlich anderen Orts, aus ersichtlich guter Quelle, folgendes: „1766 vermählte sich der Oberst-Wachtmeister (Major) von Humboldt mit Marie Elisabeth geb. Colomb, verwitwete Frau von Hollwede. Aus dieser Ehe wurden Wilhelm und Alexander von Humboldt geboren. Die Mutter der beiden Brüder war, als Erbtochter des Direktors Johann Heinrich Colomb, Besitzerin von Ringenwalde in der Neumark, Tegel und Falkenberg (anderthalb Meilen von Berlin). In der Falkenberger Kirche ließ Frau von Humboldt 1795 ein Erbbegräbnis bauen, in dem sowohl sie selbst wie ihre beiden Ehemänner: Hauptmann von Hollwede † 1765 und Oberst-Wachtmeister von Humboldt † 1779, beigesetzt wurden. Frau v. Humboldt starb 1796.“

[23] Der berühmte Bildhauer Canova war im Jahre 1815 Kommissarius für die Zurückforderung der aus den päpstlichen Staaten nach Paris entführten Kunstdenkmäler.

Die Seeschlacht in der Malche

Of Nelson and the North

Sing the glorious day’s renown.

Thomas Campbell

Die Mittel-Havel, wie schon hervorgehoben, ist eine lange Kette von Seen, Buchten und Becken.

Eins dieser Becken, unmittelbar nördlich von Spandau, ist die „Malche“, die so ziemlich den ganzen Raum zwischen dem Eiswerder und der Zitadelle füllt. Eine prächtige Breite, die zunächst einen Wiesenplan und, daran anschließend, den „Saatwinkel“ und die Jungfernheide in Flanke und Rücken hat, während sich die Bastionen und der Rundturm der Festung in der blauen Tiefe spiegeln.

Diese Havelbuchtung nun, samt ihren Ufern, war in der Joachimischen Zeit, und zwar im Jahre 1567, der Schauplatz eines „Wasser- und Landgefechts“, über das Leutinger in seiner Topographia marchica ausführlich berichtet. Diesem Berichte entnehmen wir das Folgende: