[75] Wie bereits erwähnt, haben im Schutzgebiet die Häuptlinge aus dem Holländischen die Bezeichnung »Kapitän« angenommen. Bei den Hereros hat sich indessen dieser Titel nie völlig einzubürgern vermocht, da sie sich — anders als die Hottentotten — durchweg ihrer eigenen Sprache bedienen und sich in dieser gegenseitig mit dem Titel »Omuhona«, d. i. »Herr«, anreden. Diesem Titel entspricht mehr das deutsche »Häuptling«, daher ziehe ich bei den Hererokapitänen diese Benennung vor.

[76] Siehe Bild Seite 39.

[77] Nr. 49 vom 9. Dezember 1905.

[78] Lebt im Ruhestande im Rheinland.

[79] Eine überaus komische Persönlichkeit. Mitten im Kriege mit Witbooi, in dem ich zuweilen zur persönlichen Verhandlung im feindlichen Lager war, bettelte mich Keister, wo er mich sah, um Kaffee, Tabak und Alkohol an. Als Beweis, daß er dieser Vergünstigung würdig sei, glaubte er einst hinzufügen zu sollen. »Ik soll ni vecht ni, ik is allteid achter bei de Frumensche« (Ich fechte nie, ich bin immer hinten bei den Weibern). Auch in der späteren Friedenszeit gab dieser Keister noch vielfach Veranlassung zu Scherzen.

[80] Kapitän »Kort« war allgemein der Name für Witbooi unter den Eingeborenen.

[81] Eine Abzweigung der Hereros, aber mit diesen politisch vereinigt.

[82] Drei Jahre im Lande Hendrik Witboois. Berlin 1897. E. S. Mittler & Sohn. Seite 260.

[83] Seinen komischen Anstrich behielt Manasse auch bei den ernstesten politischen Verhandlungen, indem er während derselben mit seinen besonders lang geratenen Fingern fortgesetzt Fliegen totschlug und auch mit unfehlbarer Sicherheit eine nach der anderen traf.

[84] Südwestafrika, Land und Leute. Berlin 1906.