Verzeichnis der Skizzen.
| Reisen Anfang 1894 | [25] | |||
| Übersichtsskizze zu den Gefechten in der Naukluft | [47] | |||
| Nordreise des Gouverneurs 1895 | [81] | |||
| Gefechtsfeld von Gobabis | [101] | |||
| Plan zum Gefecht bei Otjunda-Sturmfeld am 6. Mai 1896 | [109] | |||
| Reise des Gouverneurs August bis November 1896 | [121] | |||
| Vormarsch zum Gefecht von Grootberg im Februar 1898 | [149] | |||
| Nordexpedition des Gouverneurs 1900 | [161] | |||
| Reise des Oberleutnants Volkmann von Mai bis Juli 1902 | [179] | |||
| Ethnographische Karte des Ovambolandes | [193] | |||
| Der sog. Caprivi-Zipfel | [207] | |||
| Missionskarte | [283] | |||
| Zum Bondelzwartsaufstand 1903 | [449] | |||
| Gefechtsfeld von Omaruru | [487] | |||
| Beiderseitige Stellung am Morgen des 9. April 1904 | [513] | |||
| Gefecht bei Onganjira am 9. April 1905 | [514] | |||
| Gefecht bei Oviumbo am 13. April 1904 | [517] | |||
| Stellung zur Zeit der Kommando-Übergabe. Mitte Juni 1904 | [519] | |||
| Landbesitz und Minengerechtsame | Zwischen | [266] | u. | [267] |
| Zum Hereroaufstand 1904 | " | [464] | " | [465] |
Kapitel I.
Aus der Vergangenheit des Schutzgebietes.[1]
Einwanderung der Orlams.
Die Ureinwohner des Schutzgebietes waren anscheinend die in zahlreichen Resten jetzt noch vorhandenen Bergdamaras und Buschmänner. Zu ihnen stießen in einer Zeit, über die uns nichts bekannt ist, die alteingesessenen Hottentottenstämme der Bondelzwarts, mit dem Hauptsitze in Warmbad, und der roten Nation, mit dem Hauptsitze in Hoachanas. Der letzteren hatten sich noch die Stämme der Feldschuhträger, der Franzmann-Hottentotten und der Swartboois angegliedert, sie übte aber auch eine stillschweigend anerkannte Oberherrschaft über den Bondelzwartsstamm aus. Ganz abseits standen die Topnaars am unteren Swakop, die sich schließlich vor den ewigen Kriegsunruhen in die Dünen des unteren Kuiseb flüchteten und dort heute noch unter englischer Herrschaft (Walfischbai) leben. Ein Teil dieses Stammes hatte sich jedoch schon vorher abgezweigt und war die Küste entlang in das Kaokofeld gezogen, zur Zeit mit dem Hauptsitz in Zesfontein. Dahin zog auch später, um dies vorauszuschicken, gleichfalls wegen der ewigen Kriegsunruhen, der Stamm der Swartboois aus Rehoboth und nahm seinen Hauptsitz in Franzfontein. Der größte Teil dieses Stammes empörte sich in der Folge (1897) gegen die deutsche Herrschaft und befindet sich zur Zeit als kriegsgefangen in Windhuk. Mit dem Eindringen der Hottentotten verschwanden die Urbewohner, die Bergdamaras und die Buschmänner. Entweder zogen sie sich in schwer erreichbares Gelände zurück, oder sie traten in die Dienste der Eindringlinge. Den gleichen Prozeß sehen wir in der Folge sich auch im Hererolande abspielen.