([Feuill.])

Einem Engländer wäre es in der Tat unerfindlich, wie man einen Menschen in seiner Freiheit, in der Pflege seines Glaubens, seiner Sprache oder Tradition behindern könnte. Und so begibt es sich, daß ein Volk, welches das Glück hat, von England unterjocht zu werden, eine Freiheit genießen lernt, von der es vorher keine Ahnung hatte.

([Feuill.])

[pg 71]

POLITIK UND REGIERUNGEN

Wie eben Geschichte wird, ziellos und wahllos. Dabei muß der geschichtliche Sinn denen anfliegen, die sich ein wenig Rechenschaft geben oder auch nur manchmal aus ihrem Dämmern auffahren. Freilich kommen sogar mehrere zur Regierung und verlassen sie, ohne nachgedacht zu haben. Die werden auf die Ministerbank geschwemmt, wie Austern auf eine Bank, und verharren da mit dem Geistesleben einer Auster, bis man sie abkratzt.

([P. B.])

Ein Regierungsmensch muß von dem Grundsatze ausgehen: das Widrige, das ich nicht ganz verhindern kann, lasse ich unbehelligt laufen; dann wird es sich verlaufen . . . Aber diese halb gefesselten Gedanken sind gefährlich. Denn sie zeigen die öffentliche Gewalt von zwei bedenklichen Seiten: in ihrer Grausamkeit, in ihrer Ohnmacht.

([P. B.])

Die Regierungen lernen nie aus den Fehlern ihrer Vorgänger. Sie wissen noch immer nicht, daß ein Verbot der Eingang zum Ruhme ist.