XIII. Kapitel. Die Unterarten der subjektiven Komik. Allgemeines.—Der
Wort- oder Begriffswitz.—Die witzige Begriffsbeziehung.—Das
witzige Urteil.—Die witzige Urteilsbeziehung.—Der witzige Schluss.

V. ABSCHNITT. DER HUMOR.

XIV. Kapitel. Komik und ästhetischer Wert. Allgemeines über "ästhetischen Wert".—Erkenntniswert und ästhetischer Wert.—"Verständnis" des Kunstwerkes.—"Kunstwert".—Die Komik als "Spiel".—Arten von Gegenständen des Gefühls überhaupt.—Der Wert der Komik kein ästhetischer Wert.

XV. Kapitel. Die Tragik als Gegenstück des Humors. Die Tragik als
"Spiel".—Tragik und "ästhetische Sympathie".—Volkelts
ausserästhetische Begründung der Tragik.—Das Specifische des
tragischen Genusses.—Weitere ästhetische Wirkungen des
Konfliktes.—Ästhetische Bedeutung des Bösen.

XVI. Kapitel. Das Wesen des Humors. Lazarus' Theorie.—Naivität und
Humor.—Humor und "psychische Stauung".

XVII. Kapitel. Arten des Humors. Die Daseinsweisen des Humors.—Humor
der Darstellung.—Stufen des Humors.—Unterarten des Humors.—Die
humoristische Darstellung und der Witz.

XVIII. Kapitel. Der objektive Humor. Unentzweiter Humor.—Satirischer
Humor.—Ironischer Humor.

I. ABSCHNITT. THEORIEN DER KOMIK.

Die Psychologie der Komik kann ihre Aufgabe auf doppeltem Wege zu lösen versuchen. Komisch heissen Gegenstände, Vorgänge, Aussagen, Handlungen, weil sie ein eigenartiges Gefühl, nämlich eben das Gefühl der Komik in uns erwecken. Das Wort "komisch" will, allgemein gesagt, zunächst nicht wie das Wort "blau" eine Eigenschaft bezeichnen, die an einem Gegenstände angetroffen wird, sondern die Wirkung angeben, die der Gegenstand auf unser Gemüt ausübt. Freilich muss dieser Wirkung irgendwelche Beschaffenheit des Gegenstandes zu Grunde liegen. Insofern dies der Fall ist, heisst dann auch die Beschaffenheit selbst oder der Träger derselben komisch.

Darnach scheint der naturgemässeste Weg zur Bestimmung des Wesens der
Komik, dass man erst jene Wirkung feststellt, also das Gefühl der Komik
in seiner Eigentümlichkeit zu begreifen sucht, um dann zuzusehen, welche
Besonderheiten der Gegenstände diese Wirkung nach psychologischen
Gesetzen ergehen können, bezw. wie sie dieselbe ergeben können.