Fuer den Augenblick freilich war Antiochos den Roemern im eigentlichen Griechenland zuvorgekommen. Chalkis hatte Besatzung von den griechischen Verbuendeten der Roemer und wies die erste Aufforderung zurueck; allein die Festung ergab sich, als Antiochos mit seiner ganzen Macht davorrueckte, und eine roemische Abteilung, die zu spaet kam, um sie zu besetzen, wurde beim Delion von Antiochos vernichtet. Euboea also war fuer die Roemer verloren. Noch machte schon im Winter Antiochos in Verbindung mit den Aetolern und Athamanen einen Versuch, Thessalien zu gewinnen; die Thermopylen wurden auch besetzt, Pherae und andere Staedte genommen, aber Appius Claudius kam mit 2000 Mann von Apollonia heran, entsetzte Larisa und nahm hier Stellung. Antiochos, des Winterfeldzugs muede, zog es vor, in sein lustiges Quartier nach Chalkis zurueckzugehen, wo es hoch herging und der Koenig sogar trotz seiner fuenfzig Jahre und seiner kriegerischen Plaene mit einer huebschen Chalkidierin Hochzeit machte. So verstrich der Winter 562/63 (192/91), ohne dass Antiochos viel mehr getan haette als in Griechenland hin- und herschreiben - er fuehre den Krieg mit Tinte und Feder, sagte ein roemischer Offizier. Mit dem ersten Fruehjahr 563 (191) traf der roemische Stab bei Apollonia ein, der Oberfeldherr Manius Acilius Glabrio, ein Mann von geringer Herkunft, aber ein tuechtiger, von den Feinden wie von seinen Soldaten gefuerchteter Feldherr, der Admiral Gaius Livius, unter den Kriegstribunen Marcus Porcius Cato, der Ueberwinder Spaniens, und Lucius Valerius Flaccus, die nach altroemischer Weise es nicht verschmaehten, obwohl gewesene Konsuln, wieder als einfache Kriegstribune in das Heer einzutreten. Mit sich brachten sie Verstaerkungen an Schiffen und Mannschaft, darunter numidische Reiter und libysche Elefanten, von Massinissa gesendet, und die Erlaubnis des Senats, von den ausseritalischen Verbuendeten bis zu 5000 Mann Hilfstruppen anzunehmen, wodurch die Gesamtzahl der roemischen Streitkraefte auf etwa 40000 Mann stieg. Der Koenig, der im Anfang des Fruehjahrs sich zu den Aetolern begeben und von da aus eine zwecklose Expedition nach Akarnanien gemacht hatte, kehrte auf die Nachricht von Glabrios Landung in sein Hauptquartier zurueck, um nun in allem Ernst den Feldzug zu beginnen. Allein durch seine und seiner Stellvertreter in Asien Saumseligkeit waren unbegreiflicherweise ihm alle Verstaerkungen ausgeblieben, so dass er nichts hatte als das schwache und nun noch durch Krankheit und Desertion in den liederlichen Winterquartieren dezimierte Heer, womit er im Herbst des vorigen Jahres bei Pteleon gelandet war. Auch die Aetoler, die so ungeheure Massen hatten ins Feld stellen wollen, fuehrten jetzt, da es galt, ihrem Oberfeldherrn nicht mehr als 4000 Mann zu. Die roemischen Truppen hatten bereits die Operationen in Thessalien begonnen, wo die Vorhut in Verbindung mit dem makedonischen Heer die Besatzungen des Antiochos aus den thessalischen Staedten hinausschlug und das Gebiet der Athamanen besetzte. Der Konsul mit der Hauptarmee folgte nach; die Gesamtmacht der Roemer sammelte sich in Larisa. Statt eilig nach Asien zurueckzukehren und vor dem in jeder Hinsicht ueberlegenen Feind das Feld zu raeumen, beschloss Antiochos, sich in den von ihm besetzten Thermopylen zu verschanzen und dort die Ankunft des grossen Heeres aus Asien abzuwarten. Er selbst stellte in dem Hauptpass sich auf und befahl den Aetolern, den Hochpfad zu besetzen, auf welchem es einst Xerxes gelungen war, die Spartaner zu umgehen. Allein nur der Haelfte des aetolischen Zuzugs gefiel es, diesem Befehl des Oberfeldherrn nachzukommen; die uebrigen 2000 Mann warfen sich in die nahe Stadt Herakleia, wo sie an der Schlacht keinen andern Teil nahmen, als dass sie versuchten, waehrend derselben das roemische Lager zu ueberfallen und auszurauben. Auch die auf dem Gebirg postierten Aetoler betrieben den Wachdienst laessig und widerwillig; ihr Posten auf dem Kallidromos liess sich von Cato ueberrumpeln, und die asiatische Phalanx, die der Konsul mittlerweile von vorn angegriffen hatte, stob auseinander, als ihr die Roemer den Berg hinabeilend in die Flanke fielen. Da Antiochos fuer nichts gesorgt und an den Rueckzug nicht gedacht hatte, so ward das Heer teils auf dem Schlachtfeld, teils auf der Flucht vernichtet; kaum dass ein kleiner Haufen Demetrias, und der Koenig selbst mit 500 Mann Chalkis erreichte. Eilig schiffte er sich nach Ephesos ein; Europa war bis auf die thrakischen Besitzungen ihm verloren und nicht einmal die Festungen laenger zu verteidigen. Chalkis ergab sich an die Roemer, Demetrias an Philippos, dem als Entschaedigung fuer die fast schon von ihm vollendete und dann auf Befehl des Konsuls aufgegebene Eroberung der Stadt Lamia in Achaia Phthiotis die Erlaubnis ward, sich der saemtlichen zu Antiochos uebergetretenen Gemeinden im eigentlichen Thessalien und selbst des aetolischen Grenzgebiets, der dolopischen und aperantischen Landschaften, zu bemaechtigen. Was sich in Griechenland fuer Antiochos ausgesprochen hatte, eilte, seinen Frieden zu machen: die Epeiroten baten demuetig um Verzeihung fuer ihr zweideutiges Benehmen, die Boeoter ergaben sich auf Gnade und Ungnade, die Eleer und Messenier fuegten, die letzteren nach einigem Straeuben, sich den Achaeern. Es erfuellte sich, was Hannibal dem Koenig vorhergesagt hatte, dass auf die Griechen, die jedem Sieger sich unterwerfen wuerden, schlechterdings gar nichts ankomme. Selbst die Aetoler versuchten, nachdem ihr in Herakleia eingeschlossenes Korps nach hartnaeckiger Gegenwehr zur Kapitulation gezwungen worden war, mit den schwer gereizten Roemern ihren Frieden zu machen; indes die strengen Forderungen des roemischen Konsuls und eine rechtzeitig von Antiochos einlaufende Geldsendung gaben ihnen den Mut, die Verhandlungen noch einmal abzubrechen und waehrend zwei ganzer Monate die Belagerung in Naupaktos auszuhalten. Schon war die Stadt aufs Aeusserste gebracht und die Erstuermung oder die Kapitulation nicht mehr fern, als Flamininus, fortwaehrend bemueht, jede hellenische Gemeinde vor den aergsten Folgen ihres eigenen Unverstandes und vor der Strenge seiner rauheren Kollegen zu bewahren, sich ins Mittel schlug und zunaechst einen leidlichen Waffenstillstand zustande brachte. Damit ruhten in ganz Griechenland, vorlaeufig wenigstens, die Waffen.
Ein ernsterer Krieg stand in Asien bevor, den nicht so sehr der Feind, als die weite Entfernung und die unsichere Verbindung mit der Heimat in sehr bedenklichem Licht erscheinen liessen, waehrend doch bei Antiochos’ kurzsichtigem Eigensinn der Krieg nicht wohl anders als durch einen Angriff im eigenen Lande des Feindes beendet werden konnte. Es galt zunaechst, sich der See zu versichern. Die roemische Flotte, die waehrend des Feldzugs in Griechenland die Aufgabe gehabt hatte, die Verbindung zwischen Griechenland und Kleinasien zu unterbrechen, und der es auch gelungen war, um die Zeit der Schlacht bei den Thermopylen einen starken asiatischen Transport bei Andros aufzugreifen, war seitdem beschaeftigt, den Uebergang der Roemer nach Asien fuer das naechste Jahr vorzubereiten und zunaechst die feindliche Flotte aus dem Aegaeischen Meer zu vertreiben. Dieselbe lag im Hafen von Kyssus auf dem suedlichen Ufer der gegen Chios auslaufenden Landzunge Ioniens; dort suchte die roemische sie auf, bestehend aus 75 roemischen, 23 pergamenischen und sechs karthagischen Deckschiffen unter der Fuehrung des Gaius Livius. Der syrische Admiral Polyxenidas, ein rhodischer Emigrierter, hatte nur 70 Deckschiffe entgegenzustellen; allein da die roemische Flotte noch die rhodischen Schiffe erwartete und Polyxenidas auf die ueberlegene Seetuechtigkeit namentlich der tyrischen und sidonischen Schiffe vertraute, nahm er den Kampf sogleich an. Zu Anfang zwar gelang es den Asiaten, eines der karthagischen Schiffe zu versenken; allein sowie es zum Entern kam, siegte die roemische Tapferkeit und nur der Schnelligkeit ihrer Ruder und Segel verdankten es die Gegner, dass sie nicht mehr als 23 Schiffe verloren. Noch waehrend des Nachsetzens stiessen zu der roemischen Flotte 25 rhodische Schiffe und die Ueberlegenheit der Roemer in diesen Gewaessern war nun zwiefach entschieden. Die feindliche Flotte verhielt sich seitdem ruhig im Hafen von Ephesos, und da es nicht gelang, sie zu einer zweiten Schlacht zu bestimmen, loeste die roemisch-bundesgenoessische Flotte fuer den Winter sich auf; die roemischen Kriegsschiffe gingen nach dem Hafen von Kane in der Naehe von Pergamon. Beiderseits war man waehrend des Winters fuer den naechsten Feldzug Vorbereitungen zu treffen bemueht. Die Roemer suchten die kleinasiatischen Griechen auf ihre Seite zu bringen: Smyrna, das alle Versuche des Koenigs, der Stadt sich zu bemaechtigen, beharrlich zurueckgewiesen hatte, nahm die Roemer mit offenen Armen auf und auch in Samos, Chios, Erythrae, Klazomenae, Phokaea, Kyme und sonst gewann die roemische Partei die Oberhand. Antiochos war entschlossen, den Roemern womoeglich den Uebergang nach Asien zu wehren, weshalb er eifrig zur See ruestete und teils durch Polyxenidas die bei Ephesos stationierende Flotte herstellen und vermehren, teils durch Hannibal in Lykien, Syrien und Phoenikien eine neue Flotte ausruesten liess, ausserdem aber ein gewaltiges Landheer aus allen Gegenden seines weitlaeufigen Reiches in Kleinasien zusammentrieb. Frueh im naechsten Jahre (564 190) nahm die roemische Flotte ihre Operationen wieder auf. Gaius Livius liess durch die rhodische Flotte, die diesmal, 36 Segel stark, rechtzeitig erschienen war, die feindliche auf der Hoehe von Ephesos beobachten und ging mit dem groessten Teil der roemischen und den pergamenischen Schiffen nach dem Hellespont, um seinem Auftrag gemaess durch die Wegnahme der Festungen daselbst den Uebergang des Landheeres vorzubereiten. Schon war Sestos besetzt und Abydos aufs Aeusserste gebracht, als ihn die Kunde von der Niederlage der rhodischen Flotte zurueckrief. Der rhodische Admiral Pausistratos, eingeschlaefert durch die Vorspiegelungen seines Landsmannes, von Antiochos abfallen zu wollen, hatte sich im Hafen von Samos ueberrumpeln lassen, er selbst war gefallen, seine saemtlichen Schiffe bis auf fuenf rhodische und zwei troische Segel waren vernichtet, Samos, Phokaea, Kyme auf diese Botschaft zu Seleukos uebergetreten, der in diesen Gegenden fuer seinen Vater den Oberbefehl zu Lande fuehrte. Indes als die roemische Flotte teils von Kane, teils vom Hellespont herbeikam und nach einiger Zeit zwanzig neue Schiffe der Rhodier bei Samos sich mit ihr vereinigten, ward Polyxenidas abermals genoetigt, sich in den Hafen von Ephesos einzuschliessen. Da er die angebotene Seeschlacht verweigerte und bei der geringen Zahl der roemischen Mannschaften an einen Angriff von der Landseite nicht zu denken war, blieb auch der roemischen Flotte nichts uebrig, als gleichfalls sich bei Samos aufzustellen. Eine Abteilung ging inzwischen nach Patara an die lykische Kueste, um teils den Rhodiern gegen die sehr beschwerlichen, von dorther auf sie gerichteten Angriffe Ruhe zu verschaffen, teils und vornehmlich, um die feindliche Flotte, die Hannibal heranfuehren sollte, vom Aegaeischen Meer abzusperren. Als dieses Geschwader gegen Patara nichts ausrichtete, erzuernte der neue Admiral Lucius Aemilius Regillus, der mit 20 Kriegsschiffen von Rom angelangt war und bei Samos den Gaius Livius abgeloest hatte, sich darueber so sehr, dass er mit der ganzen Flotte dorthin aufbrach; kaum gelang es seinen Offizieren, ihm unterwegs begreiflich zu machen, dass es zunaechst nicht auf die Eroberung von Patara ankomme, sondern auf die Beherrschung des Aegaeischen Meeres, und ihn zur Umkehr nach Samos zu bestimmen. Auf dem kleinasiatischen Festland hatte mittlerweile Seleukos die Belagerung von Pergamon begonnen, waehrend Antiochos mit dem Hauptheer das pergamenische Gebiet und die Besitzungen der Mytilenaeer auf dem Festland verwuestete; man hoffte, mit den verhassten Attaliden fertig zu werden, bevor die roemische Hilfe erschien. Die roemische Flotte ging nach Elaea und dem Hafen von Adramyttion, um den Bundesgenossen zu helfen; allein da es dem Admiral an Truppen fehlte, richtete er nichts aus. Pergamon schien verloren; aber die schlaff und nachlaessig geleitete Belagerung gestattete dem Eumenes, achaeische Hilfstruppen unter Diophanes in die Stadt zu werfen, deren kuehne und glueckliche Ausfaelle die mit der Belagerung beauftragten gallischen Soeldner des Antiochos dieselbe aufzuheben zwangen. Auch in den suedlichen Gewaessern wurden die Entwuerfe des Antiochos vereitelt. Die von Hannibal geruestete und gefuehrte Flotte versuchte, nachdem sie lange durch die stehenden Westwinde zurueckgehalten worden war, endlich in das Aegaeische Meer zu gelangen; allein an der Muendung des Eurymedon vor Aspendos in Pamphylien traf sie auf ein rhodisches Geschwader unter Eudamos, und in der Schlacht, die die beiden Flotten sich hier lieferten, trug ueber Hannibals Taktik und ueber die numerische Ueberzahl die Vorzueglichkeit der rhodischen Schiffe und Seeoffiziere den Sieg davon - es war dies die erste Seeschlacht und die letzte Schlacht gegen Rom, die der grosse Karthager schlug. Die siegreiche rhodische Flotte stellte darauf sich bei Patara auf und hemmte hier die beabsichtigte Vereinigung der beiden asiatischen Flotten. Im Aegaeischen Meer ward die roemisch-rhodische Flotte bei Samos, nachdem sie durch die Entsendung der pergamenischen Schiffe in den Hellespont zur Unterstuetzung des dort eben anlangenden Landheers sich geschwaecht hatte, nun ihrerseits von der des Polyxenidas angegriffen, der jetzt neun Segel mehr zaehlte als der Gegner. Am 23. Dezember des unberichtigten Kalenders, nach dem berichtigten etwa Ende August 564 (190), kam es zur Schlacht am Vorgebirg Myonnesos zwischen Teos und Kolophon; die Roemer durchbrachen die feindliche Schlachtlinie und umzingelten den linken Fluegel gaenzlich, so dass 42 Schiffe von ihnen genommen wurden oder sanken. Viele Jahrhunderte nachher verkuendigte den Roemern die Inschrift in saturnischem Mass ueber dem Tempel der Seegeister, der zum Andenken dieses Sieges auf dem Marsfeld erbaut ward, wie vor den Augen des Koenigs Antiochos und seines ganzen Landheers die Flotte der Asiaten geschlagen worden und die Roemer also “den grossen Zwist schlichteten und die Koenige bezwangen”. Seitdem wagten die feindlichen Schiffe nicht mehr, sich auf der offenen See zu zeigen und versuchten nicht weiter, den Uebergang des roemischen Landheers zu erschweren.
Zur Fuehrung des Krieges auf dem asiatischen Kontinent war in Rom der Sieger von Zama ausersehen worden, der in der Tat den Oberbefehl fuehrte fuer den nominellen Hoechstkommandierenden, seinen geistig unbedeutenden und militaerisch unfaehigen Bruder Lucius Scipio. Die bisher in Unteritalien stehende Reserve ward nach Griechenland, das Heer des Glabrio nach Asien bestimmt; als es bekannt ward, wer dasselbe befehligen werde, meldeten sich freiwillig 5000 Veteranen aus dem Hannibalischen Krieg, um noch einmal unter ihrem geliebten Fuehrer zu fechten. Im roemischen Juli, nach der richtigen Zeit im Maerz fanden die Scipionen sich bei dem Heere ein, um den asiatischen Feldzug zu beginnen; allein man war unangenehm ueberrascht, als man statt dessen sich zunaechst in einen endlosen Kampf mit den verzweifelnden Aetolern verwickelt fand. Der Senat, der Flamininus’ grenzenlose Ruecksichten gegen die Hellenen uebertrieben fand, hatte den Aetolern die Wahl gelassen zwischen Zahlung einer voellig unerschwinglichen Kriegskontribution und unbedingter Ergebung, was sie aufs neue unter die Waffen getrieben hatte; es war nicht abzusehen, wann dieser Gebirgs- und Festungskrieg zu Ende gehen werde. Scipio beseitigte das unbequeme Hindernis durch Verabredung eines sechsmonatlichen Waffenstillstandes und trat darauf den Marsch nach Asien an. Da die eine feindliche Flotte in dem Aegaeischen Meere nur blockiert war und die zweite, die aus dem Suedmeer herankam, trotz des mit ihrer Fernhaltung beauftragten Geschwaders taeglich dort eintreffen konnte, schien es ratsam, den Landweg durch Makedonien und Thrakien einzuschlagen und ueber den Hellespont zu gehen; hier waren keine wesentlichen Hindernisse zu erwarten, da Koenig Philippos von Makedonien vollstaendig zuverlaessig, auch Koenig Prusias von Bithynien mit den Roemern in Buendnis war und die roemische Flotte leicht sich in der Meerenge festzusetzen vermochte. Der lange und muehselige Weg laengs der makedonischen und thrakischen Kueste ward ohne wesentlichen Verlust zurueckgelegt; Philippos sorgte teils fuer Zufuhr, teils fuer freundliche Aufnahme bei den thrakischen Wilden. Indes hatte man teils mit den Aetolern, teils auf dem Marsch soviel Zeit verloren, dass das Heer erst etwa um die Zeit der Schlacht von Myonnesos an dem Thrakischen Chersonesos anlangte. Aber Scipios wunderbares Glueck raeumte wie einst in Spanien und Afrika so jetzt in Asien alle Schwierigkeiten vor ihm aus dem Wege. Auf die Kunde von der Schlacht bei Myonnesos verlor Antiochos so vollstaendig den Kopf, dass er in Europa die starkbesetzte und verproviantierte Festung Lysimacheia von der Besatzung und der dem Wiederhersteller ihrer Stadt treu ergebenen Einwohnerschaft raeumen liess und dabei sogar vergass, die Besatzungen aus Aenos und Maroneia gleichfalls herauszuziehen, ja die reichen Magazine zu vernichten, am asiatischen Ufer aber der Landung der Roemer nicht den geringsten Widerstand entgegensetzte, sondern waehrend derselben sich in Sardes damit die Zeit vertrieb, auf das Schicksal zu schelten. Es ist kaum zweifelhaft, dass, wenn er nur bis zu dem nicht mehr fernen Ende des Sommers Lysimacheia haette verteidigen und sein grosses Heer an den Hellespont vorruecken lassen, Scipio genoetigt worden waere, auf dem europaeischen Ufer Winterquartier zu nehmen, in einer militaerisch wie politisch keineswegs gesicherten Lage.
Waehrend die Roemer, am asiatischen Ufer ausgeschifft, einige Tage stillstanden, um sich zu erholen und ihren durch religioese Pflichten zurueckgehaltenen Fuehrer zu erwarten, trafen in ihrem Lager Gesandte des Grosskoenigs ein, um ueber den Frieden zu unterhandeln. Antiochos bot die Haelfte der Kriegskosten und die Abtretung seiner europaeischen Besitzungen sowie der saemtlichen in Kleinasien zu Rom uebergetretenen griechischen Staedte; allein Scipio forderte Kriegskosten und die Aufgebung von ganz Kleinasien. Jene Bedingungen, erklaerte er, waeren annehmbar gewesen, wenn das Heer noch vor Lysimacheia oder auch diesseits des Hellespont staende; jetzt aber reichten sie nicht, wo das Ross schon den Zaum, ja den Reiter fuehle. Die Versuche des Grosskoenigs, von dem feindlichen Feldherrn in morgenlaendischer Art den Frieden durch Geldsummen zu erkaufen - er bot die Haelfte seiner Jahreseinkuenfte! -, scheiterten wie billig; fuer die unentgeltliche Rueckgabe seines in Gefangenschaft geratenen Sohnes gab der stolze Buerger dem Grosskoenig als Lohn den Freundesrat, auf jede Bedingung Frieden zu schliessen. In der Tat stand es nicht so; haette der Koenig sich zu entschliessen vermocht, den Krieg in die Laenge und in das innere Asien zurueckweichend den Feind sich nachzuziehen, so war ein guenstiger Ausgang noch keineswegs unmoeglich. Allein Antiochos, gereizt durch den vermutlich berechneten Uebermut des Gegners und fuer jede dauernde und konsequente Kriegfuehrung zu schlaff, eilte, seine ungeheure, aber ungleiche und undisziplinierte Heermasse je eher desto lieber dem Stoss der roemischen Legionen darzubieten. Im Tale des Hermos bei Magnesia am Sipylos unweit Smyrna trafen im Spaetherbst 564 (190) die roemischen Truppen auf den Feind. Er zaehlte nahe an 80000 Mann, darunter 12000 Reiter; die Roemer, die von Achaeern, Pergamenern und makedonischen Freiwilligen etwa 5000 Mann bei sich hatten, bei weitem nicht die Haelfte; allein sie waren des Sieges so gewiss, dass sie nicht einmal die Genesung ihres krank in Elaea zurueckgebliebenen Feldherrn abwarteten, an dessen Stelle Gnaeus Domitius das Kommando uebernahm. Um nur seine ungeheure Truppenzahl aufstellen zu koennen, bildete Antiochos zwei Treffen; im ersten stand die Masse der leichten Truppen, die Peltasten, Bogentraeger, Schleuderer, die berittenen Schuetzen der Myser, Daher und Elymaeer, die Araber auf ihren Dromedaren und die Sichelwagen; im zweiten hielt auf den beiden Fluegeln die schwere Kavallerie (die Kataphrakten, eine Art Kuerassiere), neben ihnen im Mitteltreffen das gallische und kappadokische Fussvolk und im Zentrum die makedonisch bewaffnete Phalanx, 16000 Mann stark, der Kern des Heeres, die aber auf dem engen Raum nicht Platz fand und sich in Doppelgliedern 32 Mann tief aufstellen musste. In dem Zwischenraum der beiden Treffen standen 54 Elefanten, zwischen die Haufen der Phalanx und der schweren Reiterei verteilt. Die Roemer stellten auf den linken Fluegel, wo der Fluss Deckung gab, nur wenige Schwadronen, die Masse der Reiterei und die saemtlichen Leichtbewaffneten kamen auf den rechten, den Eumenes fuehrte; die Legionen standen im Mitteltreffen. Eumenes begann die Schlacht damit, dass er seine Schuetzen und Schleuderer gegen die Sichelwagen schickte mit dem Befehl, auf die Bespannung zu halten; in kurzer Zeit waren nicht bloss diese zersprengt, sondern auch die naechststehenden Kamelreiter mit fortgerissen; schon geriet sogar im zweiten Treffen der dahinterstehende linke Fluegel der schweren Reiterei in Verwirrung. Nun warf sich Eumenes mit der ganzen roemischen Reiterei, die 3000 Pferde zaehlte, auf die Soeldnerinfanterie, die im zweiten Treffen zwischen der Phalanx und dem linken Fluegel der schweren Reiterei stand, und da diese wich, flohen auch die schon in Unordnung geratenen Kuerassiere. Die Phalanx, die eben die leichten Truppen durchgelassen hatte und sich fertig machte, gegen die roemischen Legionen vorzugehen, wurde durch den Angriff der Reiterei in der Flanke gehemmt und genoetigt, stehenzubleiben und nach beiden Seiten Front zu machen, wobei die tiefe Aufstellung ihr wohl zustatten kam. Waere die schwere asiatische Reiterei zur Hand gewesen, so haette die Schlacht wiederhergestellt werden koennen, aber der linke Fluegel war zersprengt, und der rechte, den Antiochos selber anfuehrte, hatte, die kleine, ihm gegenueberstehende roemische Reiterabteilung vor sich hertreibend, das roemische Lager erreicht, wo man des Angriffs sich mit grosser Muehe erwehrte. Darueber fehlten auf der Walstatt jetzt im entscheidenden Augenblick die Reiter. Die Roemer hueteten sich wohl, die Phalanx mit den Legionen anzugreifen, sondern sandten gegen sie die Schuetzen und Schleuderer, denen in der dichtgedraengten Masse kein Geschoss fehlging. Die Phalanx zog sich nichtsdestoweniger langsam und geordnet zurueck, bis die in den Zwischenraeumen stehenden Elefanten scheu wurden und die Glieder zerrissen. Damit loeste das ganze Heer sich auf in wilder Flucht; ein Versuch, das Lager zu halten, misslang und mehrte nur die Zahl der Toten und Gefangenen. Die Schaetzung des Verlustes des Antiochos auf 50000 Mann ist bei der grenzenlosen Verwirrung nicht unglaublich; den Roemern, deren Legionen gar nicht zum Schlagen gekommen waren, kostete der Sieg, der ihnen den dritten Weltteil ueberlieferte, 24 Reiter und 300 Fusssoldaten. Kleinasien unterwarf sich, selbst Ephesos, von wo der Admiral die Flotte eilig fluechten musste, und die Residenzstadt Sardes. Der Koenig bat um Frieden und ging ein auf die von den Roemern gestellten Bedingungen, die, wie gewoehnlich, keine anderen waren als die vor der Schlacht gebotenen, als namentlich die Abtretung Kleinasiens enthielten. Bis zu deren Ratifikation blieb das Heer in Kleinasien auf Kosten des Koenigs, was ihm auf nicht weniger als 3000 Talente (5 Mill. Taler) zu stehen kam. Antiochos selber nach seiner liederlichen Art verschmerzte bald den Verlust der Haelfte seines Reiches; es sieht ihm gleich, dass er den Roemern fuer die Abnahme der Muehe, ein allzugrosses Reich zu regieren, dankbar zu sein behauptete. Aber Asien war mit dem Tage. von Magnesia aus der Reihe der Grossstaaten gestrichen; und wohl niemals ist eine Grossmacht so rasch, so voellig und so schmaehlich zugrunde gegangen wie das Seleukidenreich unter diesem Antiochos dem Grossen. Er selbst ward bald darauf (567 187) in Elymais oberhalb des Persischen Meerbusens bei der Pluenderung des Beltempels, mit dessen Schaetzen er seine leeren Kassen zu fuellen gekommen war, von den erbitterten Einwohnern erschlagen.
Die roemische Regierung hatte, nachdem der Sieg erfochten war, die Angelegenheiten Kleinasiens und Griechenlands zu ordnen. Sollte hier die roemische Herrschaft auf fester Grundlage errichtet werden, so genuegte dazu keineswegs, dass Antiochos der Oberherrschaft in Vorderasien entsagt hatte. Die politischen Verhaeltnisse daselbst sind oben dargelegt worden. Die griechischen Freistaedte an der ionischen und aeolischen Kueste sowie das ihnen wesentlich gleichartige pergamenische Koenigreich waren allerdings die natuerlichen Traeger der neuen roemischen Obergewalt, die auch hier wesentlich auftrat als Schirmherr der stammverwandten Hellenen. Aber die Dynasten im inneren Kleinasien und an der Nordkueste des Schwarzen Meeres hatten den Koenigen von Asien laengst kaum noch ernstlich gehorcht, und der Vertrag mit Antiochos allein gab den Roemern keine Gewalt ueber das Binnenland. Es war unabweislich eine gewisse Grenze zu ziehen, innerhalb deren der roemische Einfluss fortan massgebend sein sollte. Dabei fiel vor allem ins Gewicht das Verhaeltnis der asiatischen Hellenen zu den seit einem Jahrhundert daselbst angesiedelten Kelten. Diese hatten die kleinasiatischen Landschaften foermlich unter sich verteilt und ein jeder der drei Gaue erhob in seinem Brandschatzungsgebiet die festgesetzten Tribute. Wohl hatte die Buergerschaft von Pergamon unter der kraeftigen Fuehrung ihrer dadurch zu erblichem Fuerstentum gelangten Vorsteher sich des unwuerdigen Joches entledigt, und die schoene Nachbluete der hellenischen Kunst, welche kuerzlich der Erde wieder entstiegen ist, ist erwachsen aus diesen letzten, von nationalem Buergersinn getragenen hellenischen Kriegen. Aber es war ein kraeftiger Gegenschlag, kein entscheidender Erfolg; wieder und wieder hatten die Pergamener ihren staedtischen Frieden gegen die Einfaelle der wilden Horden aus den oestlichen Gebirgen mit den Waffen zu vertreten gehabt, und die grosse Mehrzahl der uebrigen Griechenstaedte ist wahrscheinlich in der alten Abhaengigkeit verblieben ^4. Wenn Roms Schirmherrschaft ueber die Hellenen auch in Asien mehr als ein Name sein sollte, so musste dieser Tributpflichtigkeit ihrer neuen Klienten ein Ziel gesetzt werden; und da die roemische Politik den Eigenbesitz und die damit verknuepfte stehende Besetzung des Landes zur Zeit in Asien noch viel mehr als auf der griechisch-makedonischen Halbinsel ablehnte, so blieb in der Tat nichts anderes uebrig, als bis zu der Grenze, welche Roms Machtgebiet gesteckt werden sollte, auch Roms Waffen zu tragen und bei den Kleinasiaten ueberhaupt, vor allem aber in den Keltengauen die neue Oberherrlichkeit mit der Tat einzusetzen.
—————————————————
^4 Aus dem erwaehnten Dekret von Lampsakos geht mit ziemlicher Sicherheit hervor, dass die Lampsakener bei den Massalioten nicht bloss Verwendung in Rom erbaten, sondern auch Verwendung bei den Tolistoagiern (so heissen die sonst Tolistoboger genannten Kelten in dieser Urkunde und in der pergamenischen Inschrift CIG 3536, den aeltesten Denkmaelern, die sie erwaehnen). Danach sind wahrscheinlich die Lampsakener noch um die Zeit des Philippischen Krieges diesem Gau zinsbar gewesen (vgl. Liv. 38, 16).
————————————————-
Dies hat der neue roemische Oberfeldherr Gnaeus Manlius Volso getan, der den Lucius Scipio in Kleinasien abloeste. Es ist ihm dies zum schweren Vorwurf gemacht worden; die der neuen Wendung der Politik abgeneigten Maenner im Senat vermissten bei dem Kriege den Zweck wie den Grund. Den ersteren Tadel gegen diesen Zug insbesondere zu erheben, ist nicht gerechtfertigt; derselbe war vielmehr, nachdem der roemische Staat sich in die hellenischen Verhaeltnisse, so, wie es geschehen war, eingemischt hatte, eine notwendige Konsequenz dieser Politik. Ob das hellenische Gesamtpatronat fuer Rom das richtige war, kann gewiss in Zweifel gezogen werden; aber von dem Standpunkt aus betrachtet, den Flamininus und die von ihm gefuehrte Majoritaet nun einmal genommen hatten, war die Niederwerfung der Galater in der Tat eine Pflicht der Klugheit wie der Ehre. Besser begruendet ist der Vorwurf, dass es zur Zeit an einem rechten Kriegsgrund gegen dieselben fehlte; denn eigentlich im Bunde mit Antiochos hatten sie nicht gestanden, sondern ihn nur nach ihrem Brauch in ihrem Lande Mietstruppen anwerben lassen. Aber dagegen fiel entscheidend ins Gewicht, dass die Sendung einer roemischen Truppenmacht nach Asien der roemischen Buergerschaft nur unter ganz ausserordentlichen Verhaeltnissen angesonnen werden konnte und, wenn einmal eine derartige Expedition notwendig war, alles dafuer sprach, sie sogleich und mit dem einmal in Asien stehenden siegreichen Heere auszufuehren. So wurde, ohne Zweifel unter dem Einfluss des Flamininus und seiner Gesinnungsgenossen im Senat, im Fruehjahr 565 (189) der Feldzug in das innere Kleinasien unternommen. Der Konsul brach von Ephesos auf, brandschatzte die Staedte und Fuersten am oberen Maeander und in Pamphylien ohne Mass und wandte sich darauf nordwaerts gegen die Kelten. Der westliche Kanton derselben, die Tolistoager, hatte sich auf den Berg Olympos, der mittlere, die Tectosagen, auf den Berg Magaba mit Hab und Gut zurueckgezogen, in der Hoffnung, dass sie sich hier wuerden verteidigen koennen, bis der Winter die Fremden zum Abzug zwaenge. Allein die Geschosse der roemischen Schleuderer und Schuetzen, die gegen die damit unbekannten Kelten so oft den Ausschlag gaben, fast wie in neuerer Zeit das Feuergewehr gegen die wilden Voelker, erzwangen die Hoehen, und die Kelten unterlagen in einer jener Schlachten, wie sie gar oft frueher und spaeter am Po und an der Seine geliefert worden sind, die aber hier so seltsam erscheint wie das ganze Auftreten des nordischen Stammes unter den griechischen und phrygischen Nationen. Die Zahl der Erschlagenen und mehr noch die der Gefangenen war an beiden Stellen ungeheuer. Was uebrig blieb, rettete sich ueber den Halys zu dem dritten keltischen Gau der Trocmer, welche der Konsul nicht angriff. Dieser Fluss war die Grenze, an welcher die damaligen Leiter der roemischen Politik beschlossen hatten innezuhalten. Phrygien, Bithynien, Paphlagonien sollten von Rom abhaengig werden; die weiter oestlich gelegenen Landschaften ueberliess man sich selber.
Die Regulierung der kleinasiatischen Verhaeltnisse erfolgte teils durch den Frieden mit Antiochos (565 189), teils durch die Festsetzungen einer roemischen Kommission, der der Konsul Volso vorstand. Ausser der Stellung von Geiseln, darunter seines juengeren gleichnamigen Sohnes, und einer nach dem Mass der Schaetze Asiens bemessenen Kriegskontribution von 15000 euboeischen Talenten (25½ Mill. Taler), davon der fuenfte Teil sogleich, der Rest in zwoelf Jahreszielern zu entrichten war, wurde Antiochos auferlegt die Abtretung seines gesamten europaeischen Laenderbesitzes und in Kleinasien aller seiner Besitzungen und Rechtsansprueche noerdlich vom Taurusgebirge und westlich von der Muendung des Kestros zwischen Aspendos und Perge in Pamphylien, so dass ihm in Vorderasien nichts blieb als das oestliche Pamphylien und Kilikien. Mit dem Patronat ueber die vorderasiatischen Koenigreiche und Herrschaften war es natuerlich vorbei. Asien oder, wie das Reich der Seleukiden von da an gewoehnlich und angemessener genannt wird, Syrien verlor das Recht, gegen die westlichen Staaten Angriffskriege zu fuehren und im Fall eines Verteidigungskrieges von ihnen beim Frieden Land zu gewinnen, das Recht, das Meer westlich von der Kalykadnosmuendung in Kilikien mit Kriegsschiffen zu befahren, ausser um Gesandte, Geiseln oder Tribut zu bringen, ueberhaupt Deckschiffe ueber zehn zu halten, ausser im Fall eines Verteidigungskrieges, und Kriegselefanten zu zaehmen, endlich das Recht, in den westlichen Staaten Werbungen zu veranstalten oder politische Fluechtlinge und Ausreisser daraus bei sich aufzunehmen. Die Kriegsschiffe, die er ueber die bestimmte Zahl besass, die Elefanten und die politischen Fluechtlinge, welche bei ihm sich befanden, lieferte er aus. Zur Entschaedigung erhielt der Grosskoenig den Titel eines Freundes der roemischen Buergergemeinde. Der Staat Syrien war hiermit zu Lande und auf dem Meer vollstaendig aus dem Westen verdraengt und fuer immer; es ist bezeichnend fuer die kraft- und zusammenhanglose Organisation des Seleukidenreichs, dass dasselbe allein unter allen von Rom ueberwundenen Grossstaaten nach der ersten Ueberwindung niemals eine zweite Entscheidung durch die Waffen begehrt hat.