Ich erkenne dich nicht; Zeus Sohn kenn’ ich allein.

Jener duftet nach Nektar; du riechst nach dem Bocke. Die Kelten,

Denen die Rebe versagt, braueten dich aus dem Halm,

Scheuer-, nicht Feuersohn, Erdkind, nicht Kind dich des Himmels,

Nur für das Futtern gemacht, nicht für den lieblichen Trunk.

Auf einem in Paris gefundenen irdenen Ring (Mowat im Bulletin épigraphique de la Gaule 2, S. 110; 3, S. 133), der hohl und zum Füllen der Becher eingerichtet ist, sagt der Trinkende zu dem Wirt: copo, conditu(m) [cnoditu ist Schreibfehler] abes; est reple(n)da - Wirt, du hast mehr im Keller; die Flasche ist leer, und zu der Kellnerin: ospita, reple, lagona(m) cervesa - Mädchen, fülle die Flasche mit Bier.

^21 Suet. Dom. 7. Wenn als Grund angegeben ward, daß die hohen Kornpreise durch das Umwandeln des Ackerlandes in Weinberge veranlaßt seien, so war das natürlich ein auf den Unverstand des Publikums berechneter Vorwand.

^22 Wenn noch V. Hehn (Kulturpflanzen und Haustiere. Berlin 1870, S. 76) für den Weinbau der Arverner und der Sequaner außerhalb der Narbonensis sich auf Plinius (nat. 14, 1, 18) beruft, so folgt er beseitigten Textinterpolationen. Es ist möglich, daß das straffere kaiserliche Regiment in den “drei Gallien” den Weinbau mehr zurückhielt als das schlaffe senatorische in der Narbonensis.

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Der innere Verkehr so wie der mit den Nachbarländern, besonders mit Italien, muß ein sehr reger gewesen sein und das Straßennetz entwickelt und gepflegt. Die große Reichsstraße von Rom nach der Mündung des Baetis, deren bei Spanien gedacht ward, war die Hauptader für den Landhandel der Südprovinz; die ganze Strecke, in republikanischer Zeit von den Alpen bis zur Rhone durch die Massalioten, von da bis zu den Pyrenäen durch die Römer instand gehalten, wurde von Augustus neu chaussiert. Im Norden führten die Reichsstraßen hauptsächlich teils nach der gallischen Hauptstadt, teils nach den großen Rheinlagern; doch scheint auch außerdem für die übrige Kommunikation in ausreichender Weise gesorgt gewesen zu sein.