Druck im Kopf, erwiderte er, erfreut über ihre Sorge, die ihm wohlzuthun schien.

Du sollst aber wohl sein, ich will es haben, rief die Braut. Heut, lieber theurer Alfred, ist ja Weihnachtsabend, wo mein Christbäumchen herrlich und freudig Dir brennen muß. Da meine erste Medizin nichts geholfen hat, so muß ich eine andere versuchen, die mir selbst oft wohlthut.

Sie eilte zu einem Eckschrank, nahm ein Fläschchen und einen Löffel heraus, schüttelte das Fläschchen um und begann die Flüssigkeit in den Löffel zu gießen.

Um Gottes Willen! sagte Alfred lachend, ich soll doch nicht etwa das Zeug verschlucken?

Das sollst Du; ganz gewiß, das sollst Du! erwiderte sie näher tretend.

Ich hasse alles, was Medizin heißt, auf’s äußerste.

Schadet nichts, Du mußt! sagte sie entschlossen.

Liebe Elise, rief er sich sträubend; — aber ein übermüthiges Lachen, in welches Alfred einstimmte, unterbrach seine Worte. Nimm Dich in Acht! schrie er in dem Augenblick, wo der Löffel umkippte und der ganze Inhalt über ihn hinfloß.

Zu spät sprang er zurück; es war geschehen. Elise warf den Löffel fort, ihre Ausgelassenheit verdoppelte sich, als sie den verlegenen Blick sah, mit welchem er seinen Rock betrachtete.

O Uebermuth! was hast Du angerichtet, rief er. Es riecht abscheulich nach Wermuth und Kampfer. Was soll ich nun anfangen?