—Eine Weile später, als der alte Haien in dem engen Stüblein auf und ab schritt, trat Hauke herein und warf seinen bunten Vogel auf den Tisch; als er aber auf der weißgescheuerten Platte den noch kennbaren Blutfleck sah, frug er, wie beiläufig: „Was ist denn das?“

Der Vater blieb stehen: „Das ist Blut, was du hast fließen machen!“

Dem Jungen schoß es doch heiß ins Gesicht: „Ist denn Trien’ Jans mit ihrem Kater hier gewesen?“

Der Alte nickte: „Weshalb hast du ihr den totgeschlagen?“

Hauke entblößte seinen blutigen Arm. „Deshalb,“ sagte er; „er hatte mir den Vogel fortgerissen!“

Der Alte sagte nichts hierauf, er begann eine Zeitlang wieder auf und ab zu gehen; dann blieb er vor dem Jungen stehn und sah eine Weile wie abwesend auf ihn hin. „Das mit dem Kater hab’ ich rein gemacht,“ sagte er dann; „aber, siehst du, Hauke, die Kate ist hier zu klein; zwei Herren können darauf nicht sitzen—es ist nun Zeit, du mußt dir einen Dienst besorgen!“

„Ja, Vater,“ entgegnete Hauke; „hab’ dergleichen auch gedacht.“

„Warum?“ frug der Alte.

—„Ja, man wird grimmig in sich, wenn man’s nicht an einem ordentlichen Stück Arbeit auslassen kann.“

„So?“ sagte der Alte, „und darum hast du den Angorer totgeschlagen? Das könnte leicht noch schlimmer werden?“