„Kann sein, Iven,“ meinte der Junge.
„Aber, ich mein’, du sollst mich holen; komm, wir müssen nach Haus! Es bleibt hier immer doch dasselbe.“
Der Junge war nicht fortzubringen, bis der Knecht ihn mit Gewalt herumgedreht und auf den Weg gebracht hatte. „Hör’, Karsten,“ sagte dieser, als die gespensterhafte Hallig ihnen schon ein gut Stück im Rücken lag, „du giltst ja für einen Allerweltsbengel; ich glaub’, du möchtest das am liebsten selber untersuchen!“
„Ja,“ entgegnete Karsten, nachträglich noch ein wenig schaudernd, „ja, das möcht’ ich, Iven!“
„Ist das dein Ernst?—dann,“ sagte der Knecht, nachdem der Junge ihm nachdrücklich darauf die Hand geboten hatte, „lösen wir morgen abend unser Boot; du fährst nach Jeverssand; ich bleib’ so lange auf dem Deiche stehen.“
„Ja,“ erwiderte der Junge, „das geht! Ich nehme meine Peitsche mit!“
„Tu das!“
Schweigend kamen sie an das Haus ihrer Herrschaft, zu dem sie langsam die hohe Werfte hinanstiegen.
Um dieselbe Zeit des folgenden Abends saß der Knecht auf dem großen Steine vor der Stalltür, als der Junge mit seiner Peitsche knallend zu ihm kam. „Das pfeift ja wunderlich!“ sagte jener.
„Freilich, nimm dich in acht,“ entgegnete der Junge; „ich hab’ auch Nägel in die Schnur geflochten.“