"Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzet über die Felder!"
da setzte er rasch hinzu:
"Nimm dich in acht!
Eh du erwacht,
Holt dich die Mutter
Heim in die Nacht!"
"Das ist das Sprüchlein der Regentrude!" rief Frau Stine; "und nun rasch noch einmal! Und du, Maren, merk wohl auf, damit es nicht wiederum verlorengeht!"
Und nun sprachen Mutter und Sohn noch einmal zusammen und ohne Anstoß:
"Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzet über die Felder!
Nimm dich in acht!
Eh du erwacht,
Holt dich die Mutter
Heim in die Nacht!"
"Nun hat alle Not ein Ende!" rief Maren; "nun wecken wir die Regentrude; morgen sind alle Felder wieder grün, und übermorgen gibt's Hochzeit!" Und mit fliegenden Worten und glänzenden Augen erzählte sie dem Andrees, welches Versprechen sie dem Vater abgewonnen habe.
"Kind", sagte die Witwe wieder, "weißt du denn auch den Weg zur
Regentrude?"
"Nein, Mutter Stine; wißt Ihr denn auch den Weg nicht mehr?"
"Aber, Maren, es war ja die Urahne, die bei der Regentrude war; von dem
Wege hat sie mir niemals was erzählt."