Aber er wanderte hin und her, kreuz und quer, er wurde müder und müder, sein Rücken wurde gekrümmt; aber immer fand er doch den Stein der Weisen nicht. So waren neun Jahre dahingegangen, als er eines Abends in ein Wirtshaus einkehrte, welches am Eingange einer großen Stadt gelegen war. Krahirius nahm sich mit der Klaue die Brille herunter und putzte sie an seinen Flügeln; dann setzte er sie wieder auf und hüpfte in die Küche. Als die Hausleute ihn sahen, lachten sie über seine Brille, nannten ihn? Herr Professor? und warfen ihm die fettsten Bissen vor.
"Wenn Ihr der Herr des Vogels seid", sagte der Wirt zu Hinzelmeier, "so ist nach Euch gefragt worden."
"Freilich bin ich das—" sagte Hinzelmeier.
"Wie heißt Ihr denn?"
"Ich heiße Hinzelmeier."
"Ei, ei", sagte der Wirt, "Ihren Herrn Sohn, den Gemahl der schönen Frau
Abel, den kenne ich recht wohl."
"Das ist mein Vater", sagte Hinzelmeier verdrießlich, "und die schöne Frau
Abel ist meine Mutter."
Da lachten die Leute und sagten, der Herr sei außerordentlich spaßhaft.
Hinzelmeier aber sah vor Zorn in einen blanken Kessel.
Da starrte ihm ein grämliches Angesicht entgegen, voll Runzeln und Hahnepfötchen und er gewahrte nun wohl, daß er abscheulich alt geworden sei.
"Ja. ja!" rief er und schüttelte sich, als gelte es aus einem schweren Traum zu kommen; "wo war es doch? Ich war ja dicht davor." Dann erkundigte er sich bei dem Wirte, wer nach ihm gefragt habe.