Und als Frau Abel hierauf verstummte, sagte der Vater: "Ei nun, mein Sohn, weil die anderen Leute immer durch die Tür gehen."

Das war dem Hinzelmeier schon einleuchtend; bald aber wollte er mehr erfahren.

"Wohin gehst du denn, wenn du durch die Wand gehst", fragte er weiter, "und wo sind die Rosen?"

Aber ehe er sich's versah, hatte der Vater ihn kopfüber aufs Schaukelpferd gestülpt und die Mutter sang das schöne Lied:

"Hatto von Mainz und Poppo von Trier
Ritten zusammen aus Lünebier;
Hatto hott hott! immer im Trott!
Poppo hopp hopp! immer Galopp!

Eins, zwei, drei!
Zelle vorbei;
Eins, zwei, drei, vier!
Nun sind wir schon hier."

"Bind es los! bind es los!" rief Hinzelmeier; und der Vater band das
Rößlein vom Ofenknopf und die Mutter sang und der Reiter ritt hopp hinauf
und hopp hinab und hatte bald alle Rosen und weißen Wände in der ganzen
Welt vergessen.

Der Zipfel

Nun gingen manche Jahre hin, ohne daß Hinzelmeier eine Wiederholung des Wunders erlebt hätte; er dachte daher auch überall nicht mehr daran, obgleich seine Eltern jung und schön blieben, wie sie es immer gewesen waren und oftmals auch im Winter der wunderbare Rosenduft sie umgab.

In dem einsamen Korridor des oberen Stockwerks war Hinzelmeier jetzt nur selten noch zu finden; denn die Katze war vor Alter gestorben und so war seine Schule aus Mangel an Schülern von selber eingegangen.