Da war mir, als hörte ich die Stimme meiner Mutter sagen: "Halte diese Hand fest und kehr mit ihr zurück, so hast du deine Heimat wieder!"—und ich hielt die Hand fest und sagte: "Kehr du mit mir zurück, Lisei, und laß uns zusammen versuchen, ein neues Leben in das leere Haus zu bringen, ein so gutes, wie es die geführt haben, die ja auch dir einst lieb gewesen sind!"
"Paul", rief sie, "was meinst du? I versteh di nit."
Aber ihre Hand zitterte heftig in der meinen, und ich bat nur: "Ach, Lisei, versteh mich doch!"
Sie schwieg einen Augenblick. "Paul", sagte sie dann, "i kann nit von mei'm Vaterl gehen."
"Der muß ja mit uns, Lisei! Im Hinterhause, die beiden Stübchen, die jetzt leer stehen, da kann er wohnen und wirtschaften; der alte Heinrich hat sein Kämmerchen dicht daneben." Lisei nickte. "Aber Paul, wir sind landfahrende Leut. Was werden sie sagen bei dir daheim?"
"Sie werden mächtig reden, Lisei!"
"Und du hast nit Furcht davor?"
Ich lachte nur dazu.
"Nun", sagte Lisei, und wie ein Glockenlaut schlug es aus ihrer Stimme, "wenn du sie hast—i hab schon die Kuraschi!"
"Aber tust du's denn auch gern?"