Während der schwarze Hans solch düstere Zukunftsbilder entwarf, war vom Moserhof her ein Bauernknecht mit einem Gewehre leise durch den Wald geschlichen. Scharf hatte er im klaren Mondschein überall umhergespäht, ob er nicht irgendwo ein ahnungslos grasendes Reh entdeckte oder ein Häslein, das er als gute Beute mit nach Hause nehmen könnte. Geräuschlos war er bis in die Nähe der alten Eiche gekommen, und nun hörte er droben leise eintönige Laute; – der alte Hans erzählte noch immer weiter. Einen Augenblick spähte der Knecht durch die Bäume. Plötzlich entdeckte er den schwarzen Hans in der Baumkrone, grade vor der Mondscheibe.
Ganz still und geräuschlos hob sich der Gewehrlauf, – ein Schuß! – Aus den Wäldern gab das Echo leise den Knall wieder. Erschrocken fuhren die Rabenbüblein hoch auf und stoben nach allen Seiten angstschreiend davon.
Ins Herz getroffen, taumelte Väterchen Hans einen Augenblick, knickte jäh zusammen und sank dann tot unter der alten Eiche nieder.
Von demselben Verfasser erschien:
„Im Walde verirrt!“
Kindererzählung.
Einzelpreis: 0,85 Fr. durch alle Buchhandlungen.
Anmerkungen zur Transkription
Auf [Seite 127] ist in der Druckvorlage eine Zeile doppelt (entfernt). Statt dessen fehlt offenbar zwischen „[vier Jahre Krieg haben vieles im ...]“ und „[...samer gemacht, auch gegen die armen Räblein.]“ eine Zeile. Da der Text nicht zweifelsfrei rekonstruiert werden konnte, wurde dies so belassen wie im Original.