Wo müssen wir denn nun aber nach dem »Urmenschen« suchen? War der älteste Homo sapiens pliocen oder miocen oder noch älter? Warten in noch älteren Schichten die fossilisirten Knochen eines Affen, mehr menschenähnlich, oder eines Menschen, mehr affenähnlich, als alle jetzt bekannten, auf die Untersuchungen noch nicht geborener Palaeontologen?
Die Zeit wird es lehren. Wenn aber eine Theorie der progressiven Entwickelung in irgend welcher Form richtig ist, dann müssen wir inzwischen die in Bezug auf das Alter der Menschheit gemachte reichlichste Schätzung um lange Zeiträume noch verlängern.
Fußnoten:
[39] s. Sir Charles Lyell, The geological evidences of the Antiquity of Man with remarks on theories of the origin of species by variation. London 1863. 8.
[40] Decas Collectionis suae craniorum diversarum gentium illustrata. Gottingae 1790–1820.
[41] An einer folgenden Stelle erwähnt Schmerling das Vorkommen eines Schneidezahns von »enormer Grösse« aus den Höhlen von Engihoul. Der hier abgebildete Zahn ist etwas lang, seine Dimensionen scheinen mir aber sonst nicht merkwürdig zu sein.
[42] Die Abbildung dieses Schlüsselbeins misst von einem Ende zum andern in einer geraden Linie 5 Zoll, so dass der Knochen eher klein als gross zu nennen ist.
[43] Zur Kenntniss der ältesten Rassenschädel. Müller's Archiv, 1858. S. 453. Mit Anmerkungen und Originalzeichnungen nach Gypsabgüssen übersetzt von G. Busk, in Nat. Hist. Review, April 1861.
[44] Verhandl. des naturhist. Vereins der preuss. Rheinlande und Westphalens, XIV. Bonn, 1857.
[45] Ebendaselbst, Correspondenzblatt, Nr. 2.