Nun schritten wir neben einander durch diesen anmutigsten Teil der Umgebung Münchens; das Mondlicht flimmerte zwischen dem Laubwerk, und wir lauschten eine Weile schweigend dem Geplauder der übrigen Gesellschaft, das ebenso einförmig war, wie das Brausen der Wasser, die neben uns dahinschäumten.
Dann begann sie plötzlich von Paolo zu sprechen, und zwar in einem sehr ruhigen und sehr sicheren Ton.
»Sie sind seit früher Jugend sein Freund?« fragte sie mich.
»Ja, Baronesse.«
»Sie teilen seine Geheimnisse?«
»Ich glaube, dass sein schwerstes mir bekannt ist, auch ohne dass er es mir mitgeteilt.«
»Und ich darf Ihnen vertrauen?«
»Ich hoffe, dass Sie nicht daran zweifeln, gnädiges Fräulein.«
»Nun gut,« sagte sie, indem sie den Kopf mit einer entschlossenen Bewegung erhob. »Er hat um meine Hand angehalten, und meine Eltern haben sie ihm verweigert. Er sei krank, sagten sie mir, sehr krank – aber gleichviel: Ich liebe ihn. Ich darf so zu Ihnen sprechen, nicht wahr? Ich ...«
Sie verwirrte sich einen Augenblick und fuhr dann mit derselben Entschlossenheit fort: