»Neues kaum; nur eine Bekräftigung dessen, was Du von ihr selbst schon gehört hast« ...
Und ich wiederholte ihm, inmitten der schwatzenden und gestikulierenden Menge, die Worte, die an jenem Abend die Baronesse zu mir gesprochen hatte.
Er lauschte, indem er sich langsam über die Stirne strich; dann sagte er ohne irgend ein Zeichen von Bewegung:
»Ich danke Dir.« –
Sein Ton fing an, mich irre zu machen.
»Aber über diese Worte sind Jahre hingegangen,« sagte ich, »fünf lange Jahre, die sie und Du, ihr beide durchlebt habt ... Tausend neue Eindrücke, Gefühle, Gedanken, Wünsche« ...
Ich brach ab, denn er richtete sich auf und sagte mit einer Stimme, in der wieder die Leidenschaft bebte, die ich einen Moment für erloschen gehalten hatte:
»Ich – halte diese Worte!«
Und in diesem Augenblick erkannte ich auf seinem Gesicht und in seiner ganzen Haltung den Ausdruck wieder, den ich damals, als ich die Baronesse zum ersten Male sehen sollte, an ihm beobachtete: diese gewaltsame, krampfhaft angespannte Ruhe, die das Raubtier vor dem Sprunge zeigt.
Ich lenkte ab, und wir sprachen wieder von seinen Reisen, von den Studien, die er unterwegs gemacht. Es schienen nicht viele zu sein; er liess sich ziemlich gleichgültig darüber aus.