Tonio Kröger bejahte dies.
»Sie reisen nach Kopenhagen?«
»Ja, ich bin auf der Reise in ein dänisches Seebad.«
»Seebad? – Ja, Sie müssen mal Ihre Papiere vorweisen«, sagte der Polizist, indem er das letzte Wort mit besonderer Genugtuung aussprach.
»Papiere…« Er hatte keine Papiere. Er zog seine Brieftasche hervor und blickte hinein; aber es befand sich außer einigen Geldscheinen nichts darin als die Korrektur einer Novelle, die er an seinem Reiseziel zu erledigen gedachte. Er verkehrte nicht gern mit Beamten und hatte sich noch niemals einen Paß ausstellen lassen…
»Es tut mir leid«, sagte er, »aber ich führe keine Papiere bei mir.«
»So?« sagte der Polizist… »Gar keine? – Wie ist Ihr Name?«
Tonio Kröger antwortete ihm.
»Ist das auch wahr?!« fragte der Polizist, reckte sich auf und öffnete plötzlich seine Nasenlöcher, so weit er konnte…
»Vollkommen wahr«, antwortete Tonio Kröger.