»Spinell … nicht Spinelli, gnädige Frau. Nein, er ist kein Italiener, sondern bloß aus Lemberg gebürtig, soviel ich weiß …«

»Was sagten Sie? Er ist Schriftsteller? Oder was?« fragte Herr
Klöterjahn; er hielt die Hände in den Taschen seiner bequemen englischen
Hose, neigte sein Ohr dem Doktor zu und öffnete, wie manche Leute
pflegen, den Mund beim Horchen.

»Ja, ich weiß nicht, — er schreibt …« antwortete Doktor Leander. »Er hat, glaube ich, ein Buch veröffentlicht, eine Art Roman, ich weiß wirklich nicht …«

Dieses wiederholte »Ich weiß nicht« deutete an, daß Doktor Leander keine großen Stüke auf den Schriftsteller hielt und jede Verantwortung für ihn ablehnte.

»Aber das ist ja sehr interessant!« sagte Herrn Klöterjahns Gattin. Sie hatte noch nie einen Schriftsteller von Angesicht zu Angesicht gesehen.

»O ja«, erwiderte Doktor Leander entgegenkommend. »Er soll sich eines gewissen Rufes erfreuen …« Dann wurde nicht mehr von dem Schriftsteller gesprochen.

Aber ein wenig später, als die neuen Gäste sich zurückgezogen hatten und
Doktor Leander ebenfalls das Konversationszimmer verlassen wollte, hielt
Herr Spinell ihn zurük und erkundigte sich auch seinerseits.

»Wie ist der Name des Paares?« fragte er … »Ich habe natürlich nichts verstanden.«

»Klöterjahn«, antwortete Doktor Leander und ging schon wieder.

»Wie heißt der Mann?« fragte Herr Spinell …