[11] Nach den Gelehrten des französischen Feldzuges hatte Kairo 233 mohammetanische Großkirchen (Gâma’), 158 Kleinkirchen (Kapellen, Sâuyeh), 27 christliche Kirchen (in Alt- und Großkairo), 10 Synagogen, 45 Hauptbäder, 171 Außen- und Binnenpforten.

[12] Die Gelehrten des französischen Feldzuges geben, ohne eine zertrümmerte Moschee zu rechnen, der Burg allein sieben Gâma’, nämlich: Gâma’ Tâg el-Dyn, Gâma’ el-Schâryeh, Gâma’ el-Dahâysche, Gâma’ sultân Kalaun, Gâma’ el-A’ssab, Gâma’ el-Moyed, Gâma’ el-Mustafâujeh. Description de l’Égypte, 2. édit. Tome XVIII. (E. M.) 2. part. Paris, Panckoucke, 1829. Pag. 288. sqq.

[13] Schweizerisch Buffert.

[14] Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten über achtunddreißig.

[15] Früher gab es sogenannte Santone (Heilige), welche fadennackend auf Pferden herumritten. Es ist nicht lange her, daß der Vizekönig sie in ein Versorgungshaus schickte, und so begegnet der ärgerliche Auftritt nicht mehr.

[16] Salomo Schweigger fragte in Konstantinopel nach dem Grunde dieses „Schöpfleins.“ Es ward ihm geantwortet, daß, wenn der Moslim dem Feinde zu Theil werde, und um das Haupt komme, alsdann der Kopf am Haarbüschel gefaßt, und ihm nicht mit der Hand in den Maulkorb (Mund) gegriffen werde, die ihn verunreinigen würde.

[17] Es ist bekannt, daß es in Egypten Oefen gibt, worin die Hühnereier ausgebrütet werden. Es verdrießt mich, keinen gesehen zu haben. Hundert eben aus dem Ei gekrochene Küchelchen gelten drei bis vier Piaster (höchstens einen Reichsgulden) bei Kairo. Zur Brütung gehört Wärme überhaupt. Die Hühnerwärme ist nicht unerläßlich. Als Livia, die Mutter des Tiberius, ein Kind unter ihrem Herzen trug, wollte sie durch verschiedene Wahrzeichen erfahren, ob es ein Knäbchen sei. Von einer Bruthenne nahm sie auch ein Ei, erwärmte dieses bald mit ihrer Hand, bald mit derjenigen ihrer Zofen, so lange, bis ein Küchelchen mit einem ausgezeichneten Kamme herausschlüpfte.

[18] Die Gelehrten des französischen Feldzuges zählten 120 Zisternen. Der obere Stock dieser Wassergebäude nimmt gewöhnlich eine Freischule ein. Es waren nach einer Beschreibung von Alt-Kairo aus dem sechszehnten Jahrhunderte in dieser Stadt bei 8000 Menschen, die allein mit Kameelen Wasser von dem Nil in dieselbe schafften, um es zu verkaufen, wovon der größere Theil dazu diente, die Gassen zu benetzen, und dadurch den Staub niederzuschlagen.

[19] Man mag eine Stelle des Juvenal (Jun. Juvenalis sat. II. v. 19) beliebig mit der Bajadere in Verbindung bringen. Von den aufrichtigen Sündern redend, fährt er fort:

Sed pejores, qui talia verbis