„Und Wasser zum Händewaschen habt ihr?“ fragt nun der Zauberer. „Ich kann auch Wasser bringen.“

Da erst kamen die beiden zu sich. Und Riwke Beile fragte leise ihren Mann, was er von der Sache halte. Chajim Jojne aber wußte keine Antwort. Sie riet, er solle zum Rabbi gehen und ihn fragen. Aber sie könne doch nicht mit dem Zauberer allein bleiben, meinte er. Darum solle lieber sie gehen. Ihr, einer Frau, werde der Rabbi nicht trauen, antwortete sie. Er werde glauben, daß sie verrückt geworden sei. Schließlich kamen sie überein, zusammen zu gehen und inzwischen den Zauberer mit seinem Seder allein zu lassen.

Der Rabbi gab klugen Rat. Das, was mit unreinem Zauber gemacht werde, erklärte er ihm, sei gar nicht wirklich, weil alle Zauberei nur Blendwerk sei. Sie sollten also nach Hause gehen, und wenn die Mazzah sich brechen, der Wein sich einschenken ließe, die Sederbetten sich anfühlen ließen usw., dann wäre alles gut, dann wären es Geschenke des Himmels und sie dürften alles genießen.

Mit diesem Bescheide gingen sie nun klopfenden Herzens nach Hause. Als sie eintraten, war der Zauberkünstler schon fort. Aber der „Seder“ stand da wie früher. Und die Kissen ließen sich berühren, der Wein ließ sich gießen, die Mazzah brechen... Und jetzt verstanden sie erst, daß der Prophet Eliah bei ihnen eingekehrt war und hatten ein fröhliches Fest.