EInes Tages hatte die Frau des Hodschas den Sik eines Mannes gesehn, und sie wurde von einem solchen Verlangen nach ihm erfaßt, daß sie krank wurde; und sie sagte: »Wohin ist denn der verschwunden, den ich gesehn habe? vielleicht fände er ein Mittel für mein Übel.«
Der Hodscha ging den Mann suchen und brachte ihn ihr.
Der Mann sagte: »Sie ist wahrhaftig krank.«
»Das weiß ich, daß sie krank ist,« antwortete der Hodscha; »aber was ist da zu tun?«
»Wenn du etliche Knoblauchzehen hast, so bring sie.«
Der Hodscha hatte just welche zu Hause; er holte sie und gab sie ihm. Der Fremde rieb sich nun damit das, was die Aufmerksamkeit der Frau angezogen hatte, und steckte es an den Ort, der für dieses Heilmittel empfänglich war; sodann zog er es wieder heraus.
Als die Behandlung beendigt war, schrie der Hodscha: »Warum hast du mir nicht gesagt, was zu tun war? Das hätte ich ganz allein zustandegebracht; es ist ein Verfahren, das mir nicht unbekannt ist.«
ALs der Hodscha eines Tages trübselig seine Straße zog, begegnete er einer Frau und die fragte ihn: »Woher kommst du, Hodscha?«
»Aus der Hölle,« antwortete er.