Vgl. weiter Reinisch, Die Nuba-Sprache, I, S. 179 ff. und A. de Motylinski, Dialogue et textes en dialecte de Djerba, Paris, 1898, S. 24 ff. = Basset, Contes populaires d’Afrique, S. 23 ff.
[110.] Volksbuch, Nr. 110; Sottisier, Nr. 264 + 290; Tréfái, Nr. 110; Griechisch, Nr. 62; Serbisch, S. 115 ff.
Gazeau, S. 206.
Am nächsten den occidentalen Varianten der im zweiten Teile des Schwankes erzählten Geschichte steht Panns Gedicht, S. 351 ff., dessen Inhalt kurz ist, wie folgt: Da der Hodscha Nastratin Geld hat, schickt er seinen Sohn in die Fremde studieren, und der kommt zur Freude seiner Eltern mit den besten Zeugnissen heim. Als er nun die erste Nacht im väterlichen Hause verbringt, sieht er auf der Decke Kuhmist kleben. Es ist ihm unerklärlich, wie es die Kuh angestellt haben müsse, um dort oben ihren Mist abzulagern; er sieht in der Mechanik, in der Mathematik und in andern Büchern nach, kann aber die Lösung nicht finden. Am Morgen kommt sich seine Mutter erkundigen, wie er geschlafen habe, und da erzählt er ihr, welche Überlegungen ihn um seinen Schlaf gebracht hätten. Auf die Antwort der Mutter, daß das Brett früher im Hofe gelegen habe, wo es wahrscheinlich von irgendeinem Rinde beschmutzt worden sei usw. meint er, daß man ihm auf den fremden Schulen die Dinge nie so gut erklärt habe wie seine Mutter, die den besten Professor für ihn abgegeben hätte. Sie ist nunmehr überzeugt, daß ihr Sohn ein ebensolcher Dummkopf bleiben werde wie sein Vater Nastratin.
Zu dieser Form des Schwankes haben Köhler, I, S. 497 ff., Bolte in der ZVV, VII, S. 465 ff. und XI, S. 76, Basset in den Fourberies, S. 65 und Waas in den Quellen der Beispiele Boners, Dortmund, 1897, S. 71 Parallelen beigebracht. Ich nenne dazu noch die folgenden: The Jests of Scogin bei Hazlitt, II, S. 71; Archie Armstrongs Banquet of Jests, S. 359; Lehmann, Florilegium politicum, S. 738; V. Brunet, Facéties normandes, Nr. 5 in der RTP, II, S. 108 ff.; A. Harou, Facéties des copères de Dinant, Nr. 2 in der RTP, IV, S. 482 ff.; Ch. Beauquier, Blason populaire de la Franche-Comté in der RTP, XI, S. 646; G. Calvia, Facezie sopra gli abitanti di Sorso in Sardegna, Nr. 6 im Archivio, XXI, S. 380, und Anthropophyteia, V, S. 338 ff. Weiter folge hier die oben bei Nr. 52 angezogene Stelle aus Euch. Eyering, Proverbiorum copia, Eißleben, 1601, S. 591 ff.:
Hernach bald an dem dritten tag
Der Doctor biß vmb neune lag,
Vnd lag verjrt in seinem bett,
Sich eins Kuhdrecks verwundern thet,
Des er gewar wurd an der deck,