Nun sagte der Hodscha: »Wenn du es nicht zufrieden bist, so laß uns je ein Haar aus deinem Barte und je eins aus dem Schwanze des Esels ausreißen, und wir wollen sehn, was sich ergibt.«
Der Mönch sah, daß das nicht recht anging. Und von Gott, dem Allmächtigen, kam ihm die Eingebung und er sagte zu seinen Reisegefährten: »Ich bin gläubig geworden.« Und er verkündete die Einheit, und auch die andern zwei wurden mit Herz und Seele gläubig. Und fortan waren alle dem Hodscha ergeben.
EInes Tages wollte der Hodscha dem Bei Tamerlan einen Besuch abstatten. Er ging in den Garten und pflückte einen Korb Quitten; damit machte er sich auf den Weg. Er begegnete einem Bekannten, und der sagte zu ihm: »Wohin gehst du, Hodscha?«
Der Hodscha antwortete: »Es ist schon lange her, daß ich nicht bei Bei Tamerlan war; ich will ihn jetzt besuchen.«
»Und was ist das?«
»Ein Geschenk für den Bei,« sagte der Hodscha.
»Aber Quitten«, fuhr der Mann fort, »sind jetzt nicht das richtige; jetzt ist die Zeit der Feigen: bring ihm doch einige recht frische.«
Ohne weitere Worte ging der Hodscha wieder heim, warf die Quitten weg und nahm Feigen; freilich merkte er, daß sie noch grün und sauer waren. Er ging damit zum Bei und bot sie ihm nach dem Gruße auf einer Holzschüssel dar.