Geärgert sagte die Mutter: »Was redest du da zusammen?«

Aber der Hodscha sagte: »Du bist nicht recht bei Trost, Frau; warum soll denn das der Knabe, der doch so gescheit ist, nicht wissen?«

[120.]

EInmal hatte sich der Kadi von Siwri-Hissar in der Trunkenheit in einem Weingarten schlafen gelegt. An demselben Tage ging der Hodscha mit seinem Amad spazieren und sie kamen auch zu diesem Weingarten. Als der Hodscha den betrunkenen Kadi sah, nahm er ihm den Mantel und zog ihn selber an; dann ging er.

Bei seinem Erwachen sah der Kadi, daß sein Mantel verschwunden war. Er ging zurück und übergab die Sache den Schergen des Gerichtes. Die bemerkten den Mantel auf dem Rücken des Hodschas; sofort griffen sie den Hodscha und führten ihn vor den Kadi.

»He, Hodscha,« sagte der Kadi, »woher hast du denn den Mantel da?«

Der Hodscha antwortete: »Ich bin mit meinem Amad spazieren gegangen; auf einmal hat er einen betrunkenen Würdenträger der Länge nach daliegen sehn mit unbedecktem Hintern. Mein Amad büßte zweimal seine Lust an ihm; dann nahm ich ihm den Mantel da und zog ihn an. Ist es der deine, so nimm ihn.«

»Geh nur,« schrie der Kadi, »es ist nicht der meinige.«

[121.]

EInes Tages streckte sich der Hodscha an dem Ufer eines Flusses hin, um zu schlafen; er tat aber dabei, als ob er tot wäre. Da kam einer vorbei und der fragte ihn: »Weißt du vielleicht, wo hier eine Furt ist?«