MAn erzählt, daß der Hodscha einmal einen Schuldner hatte. Als er ihm eines Tages begegnete, hielt er ihn an und packte ihn am Kragen, indem er zu ihm sagte: »Gib mir mein Geld.«
In diesem Augenblicke kam einer dazu, und der wollte ihn, um den Schuldner zu befreien, übertölpeln und sagte: »Das ist ja gar nicht der, der dir schuldig ist; das bin ja ich.«
Aber der Hodscha drehte dieses Bekenntnis sofort zu seinem Vorteile und sagte zu dem Ankömmling: »Du bist nicht der einzige, von dem ich etwas zu fordern habe; der da ist mir auch schuldig.«
MAn erzählt, daß eines Tages ein Mann zum Hodscha gekommen ist und zu ihm gesagt hat: »Hodscha, mein Auge schmerzt mich fürchterlich; was soll ich denn tun?«
»Reiß es dir aus,« antwortete der Hodscha, »und du wirst Ruhe haben.«
»Aber Hodscha, ein Auge nimmt man sich doch nicht heraus.«
»Ich schwöre dir,« antwortete der Hodscha, »neulich hat mir ein Zahn wehgetan, und ich habe nicht früher Ruhe gehabt, als bis er ausgerissen war.«
DEr Hodscha hatte einmal eine solche Menge Flöhe im Hause, daß er es endlich nicht mehr aushielt und das Feld räumte. Bald darauf sah er sein Haus von einem Brande verzehrt und von den Flammen vernichtet; darüber freute er sich, klatschte in die Hände und schrie: »Das Haus ist verbrannt! Endlich bin ich die Flöhe und die Mäuse los.«