»Wir haben jetzt keinen Faki in unsern Zelten; komm mit, und du sollst sofort, wann du bei uns bist, unser Faki werden.«

Der Hodscha machte keine Einwendung, und so gingen sie miteinander. Auf dem Wege trafen sie einen zweiten Turkmanen und der fragte den ersten: »Wer ist das?«

»Das ist ein Faki und ich führe ihn in unsere Zelte.«

Da sagte der andere: »Geh, schenk mir den Faki; wir haben keinen in unsern Zelten.«

Nun erhob sich ein Streit zwischen den zweien: der eine packte den Hodscha bei der einen Hand, der andere bei der andern, und so zogen sie ihn hin und her, bis endlich der später gekommene seine Keule aus dem Gürtel riß und schrie: »Jetzt schlage ich den Faki nieder; wann er dann tot ist, wirst ihn du ebenso wenig haben wie ich.«

Der Hodscha fiel vor Schrecken um, und wie er so dalag, sagte der erste: »Wenn du ihn nicht erschlägst, so bekommst du meinen großen schwarzen Hund; erschlägst du ihn, so bekommst du nichts.«

Heutzutage weiß man nicht, was Wissenschaft, Tüchtigkeit und Geschicklichkeit in Wahrheit wert sind; man geht mit Leuten um, die noch weniger verstehn als man selbst, und weiß nicht mehr, was das Wissen wirklich bedeutet. Die Rede des ersten Turkmanen ist übrigens zum Sprichworte geworden.

[179.]

MAn erzählt, daß der Hodscha eines Tages vom Dache gefallen ist; und seine Freunde sind gekommen, um sich um sein Befinden zu erkundigen.

Da fragte sie der Hodscha: »Ist unter euch einer, der auch vom Dache gefallen ist?«