EInes Tages ging Si Dscheha auf den Markt, um einen Esel zu kaufen. Ihm begegnete einer und der sagte zu ihm: »Wohin, Si Dscheha?« »Auf den Markt, einen Esel kaufen.« Der Mann erwiderte: »Sag: ›So Gott will‹, Si Dscheha.« Dscheha antwortete: »Warum sollte ich sagen: ›So Gott will‹? ich habe Geld bei mir und auf dem Markte sind Esel.« Damit ging er weiter.

Als er auf dem Markte angelangt war, kam ein Mann daher; der benützte einen Augenblick der Unaufmerksamkeit Dschehas und stahl ihm sein Geld. Si Dscheha machte sich auf den Heimweg, ohne einen Esel gekauft zu haben. Der besagte Freund begegnete ihm wieder und sagte zu ihm: »Was hast du gekauft, Si Dscheha?« Dscheha antwortete: »Mein Geld ist mir gestohlen worden, so Gott will; dein Vater sei verflucht, so Gott will.«

[395.]

EInes Tages ging Si Dscheha zu einem andern essen, und der setzte ihm ein gebratenes Zicklein vor. Dscheha packte das Zicklein und begann es zu verschlingen wie ein Wolf. Da sagte sein Wirt: »Weshalb hast du denn eine solche Wut auf das Zicklein? seine Mutter hat dich wohl einmal mit den Hörnern gestoßen?«

»Und du,« versetzte Dscheha, »du bist so mitleidig mit ihm, als ob seine Mutter deine Amme gewesen wäre.«

[396.]

SEine Freunde hatten gehört, daß er krank sei, und kamen ihn besuchen. Er lag im Bette. Sie schwatzten alles mögliche und ließen ihn nicht schlafen. Da stand er auf, nahm sein Kissen und sagte zu ihnen: »Ihr könnt jetzt gehn; ich bin gesund: Gott selber ists, der mich gesund gemacht hat.«

[397.]

EInes Tages kam er bei etlichen Leuten vorbei, die gerade beim Essen waren. Er sagte zu ihnen: »Das Heil sei mit euch, ihr Geizigen!«