EInes Tages verkaufte Dscheha sein Haus, und er sagte zu dem Käufer: »Freund, das Haus habe ich dir verkauft; den Nagel aber, der in der Wand steckt, habe ich dir nicht verkauft. Daß du mir nicht morgen sagst: ›Du hast mir auch den Nagel verkauft.‹ Ich habe ihn dir nicht verkauft; ich habe dir nichts verkauft als das Haus.«
»Es ist gut,« antwortete der Käufer. »Ich habe dir das Haus abgekauft; den Nagel, der in der Mauer steckt, habe ich dir nicht abgekauft.«
Der Käufer dachte: Der Nagel ist mir gleichgültig. Ich habe das Haus gekauft; an dem Nagel liegt wenig.
Si Dscheha suchte seine Mutter auf und sagte zu ihr: »Mutter, wie lange leiden wir schon Hunger! Heute habe ich das Haus verkauft.«
»Was?« sagte sie, »du hast das Haus verkauft? wo wollen wir wohnen? Außer Hunger zu leiden, werden wir jetzt auch noch unter freiem Himmel schlafen müssen.«
»Hab keine Angst, Mutter,« antwortete Dscheha. »Ich habe ihm das Haus verkauft, habe mir aber einen Nagel vorbehalten, den ich in die Wand geschlagen habe; den habe ich ihm nicht verkauft. Und mit diesem Nagel will ich ihm das Haus wieder abnehmen. Wir sterben vor Hunger; darum habe ich mir diese List ausgedacht, damit uns der Käufer Geld gibt und wir essen können. Was das Haus betrifft, so wird er bald draußen sein.«
»Was?« sagte sie; »du hast ihm das Haus verkauft und sagst, daß er wieder herausgehn wird? Wie sollte er denn wieder herausgehn, wo er dir doch sicherlich das Geld vor Zeugen gegeben hat?«
»Sei nur ruhig,« antwortete Dscheha. »Ich werde schon einen Plan aushecken, damit er herausgehn muß.«
Und sie sagte: »Tu, was du willst.«