[406.]

EInes Tages sagte die Mutter zu Si Dscheha: »Ich gehe Holz machen.« Er bildete sich ein, das sei wahr; sie ging aber irgendwohin, setzte sich nieder und legte einen Fuß über den andern. Dscheha kam und sah, daß sie die Füße übereinander geschlagen hatte.

Am nächsten Tage sagte sie zu ihm: »Sohn, das Barfußgehn bringt mich um; kaufe mir doch Schuhe.«

Dscheha holte Baumwolle und machte ihr daraus Schuhe; »da, Mutter,« sagte er, »da sind deine Schuhe.«

»Aber,« sagte sie, »wie lange werden die denn halten?«

»Mutter,« antwortete Dscheha, »wenn du immer so viel gehst wie gestern, werden sie halten, bis du stirbst.«

[407.]

ALs Si Dscheha noch klein war, war er ein wenig dumm und unwissend; erst als er ein wenig größer war, erwachte sein Geist.

Eines Tages, es war der Tag, wo sein Vater starb, war er allein auf der Welt; er hatte niemand mehr als seine Mutter. Nun nahm er einmal einen Ochsen, um ihn zu verkaufen. Auf dem Wege traf er eine Eule, und er sagte zu ihr: »Kaufst du meinen Ochsen?«

Die Eule schrie: »Imiaruf.«