Kriemhilt diu schœne vil güetlîchen sprach:

‚nu sag an liebiu mære: jâ gib ich dir mîn golt;

tuostuß âne triegen, ich wil dir immer wesen holt.

‚Wie schiet ûß dem strîte mîn bruoder Gêrnôt A.225

und ander mîne vriunde? ist uns iht maneger tôt?

oder wer tet daß beste? daß soltu mir sagen.‘

dô sprach der bote biderbe: ‚wir heten ninder einen zagen.

‚Ze vorderst in dem strîte reit niemen alsô wol, 226

vil edeliu küneginne, sît ich iuß sagen sol,

sô der gast vil edele ûßer Niderlant: