[26] Von mir gesperrt. H.
[27] Die Sperrungen im Folgenden rühren von mir her. H.
[28] Das von den Großmächten auf russische Initiative geforderte Reformprogramm für die ostanatolischen (armenischen) Provinzen wurde in der Fassung, wie es von der russischen und deutschen Botschaft nach langwierigen Verhandlungen (seit dem Juli 1913) vereinbart worden war, von der Pforte durch Note vom 26. Januar/8. Februar 1914 angenommen. Das Reformprogramm sah zwei europäische General-Inspektoren vor für die in 2 Sektoren geteilten sechs ostanatolischen Provinzen. H.
[29] Die beiden zur Durchführung der armenischen Reformen auf Grund der mit den Mächten vereinbarten Entschließung der Pforte vom 26. Januar/8. Februar 1914 berufenen General-Inspekteure, der Norweger Hoff und der Holländer Westenenk, wurden bald nach Kriegsausbruch durch ein Iradé des Sultans vom 3./16. Dezember ihrer Funktionen enthoben; die Reformen kamen nicht mehr zur Ausführung. Vgl. [No. 4] u. [15]. H.
[30] Der Scheich von Maku und Simko sind Kurden. H.
[31] Abdul Rezak Bey ist ebenfalls Kurde. H.
[32] Über die Lage in Zeitun hatte Konsul Rößler unter dem 25. April 1913 an die Botschaft in Konstantinopel berichtet:
„Der armenisch-gregorianische Bischof von Aleppo Nerses Danielian ist vor einigen Wochen von einer Reise zurückgekehrt, die er auf Wunsch der türkischen Regierung nach Zeitun unternommen hat. Die Bewohner jener Stadt, welche von jeher für unbotmäßig galten, haben sich so weit als möglich der Militärpflicht entzogen. Die jungen Leute sind von Zeitun auf die Berge gegangen, von wo aus sie, um ihr Leben zu fristen, ein Räuberleben zu führen begonnen haben. Neuerdings haben sich ihnen auch Muhammedaner angeschlossen. Des Bischofs Aufgabe sollte sein, seine Glaubensgenossen zu geordnetem Leben zurückzuführen. Sie verlangten aber ein Iradé des Sultans, welches sie vom Militärdienst befreie, so daß es ihm wohl nicht gelungen ist, seine Aufgabe zu lösen. Der Bischof, ein kluger und ernst zu nehmender Mann, gehört jener gemäßigten und einsichtsvollen Richtung der Armenier an, welche Bestrebungen auf Anschluß an Rußland mißbilligen, vielmehr wünschen, innerhalb des türkischen Staats auf friedlichem Wege Reformen zu erlangen.“
[33] Man darf nicht vergessen, daß die Hälfte des armenischen Volkes, die Armenier des Kaukasus, russische Untertanen waren. H.
[34] „Ittihad“ ist Abkürzung von „Ittihad we Teraki Djemijeti“, Comité Union et Progrès, Name des jungtürkischen „Komitees für Einheit und Fortschritt“. H.