I. Die Abenteuer Gawains XVIII
II. Die Abenteuer des Morholt XLI
III. Die Abenteuer Ywains LV
IV. Die Suche nach Merlin LXV
V. Die Abenteuer Gaheriets LXX
VI. Das Abenteuer des Morholt LXXXVII
Der Text.
Die Abenteuer Gawains, Ywains und Le Morholts mit den drei
Jungfrauen aus der Trilogie (Demanda) des pseudo-Robert
de Borron.
I. Die Abenteuer Gawains 1
II. Die Abenteuer des Morholt 43
III. Die Abenteuer Ywains 66
IV. Die Suche nach Merlin 85
V. Die Abenteuer Gaheriets 94
VI. Das Abenteuer des Morholt 131
Verzeichnis der Personen- und Ortsnamen 135
Einleitung.
I. Die Handschrift No. 112 der Pariser National Bibliothek.
Die Handschrift No. 112[1] der Pariser National Bibliothek, ein gewaltiger, aus nahe an 800 Blättern bestehender Folioband, ist eine sorgfältig auf Pergament in vier Kolonnen geschriebene, mit vielen Miniaturen, Zierbuchstaben und Randverzierungen geschmückte, dem 15. Jahrhundert angehörige, hier und da gekürzte Abschrift des Vulgat-Zyklus der Artus-Romane in Prosa, in die, aus dem Tristan, Guiron le Courtois oder Palamedes, und aus der Trilogie des pseudo-Robert de Borron abgeschriebene, aber mit dem Vulgat-Zyklus weder in Zusammenhang stehende, noch irgendwie in Einklang gebrachte Stücke eingeschaltet sind.[2] Das ganze Werk muß ursprünglich aus vier Büchern bestanden haben, das erste Buch aber ist nicht mehr vorhanden, und muß schon gefehlt haben, als die drei andern zu einem Bande vereinigt wurden. Um der gewaltigen Kompilation wenigstens äußerlich den Charakter eines zusammenhängenden, einheitlichen Ganzen zu geben, hat der Schreiber (oder vielleicht besser: haben die Schreiber) dieselbe eine auf Befehl König Heinrichs von England von Maistre Robert de Borron aus dem Lateinischen ins Französische übersetzte Geschichte Lancelots[3] genannt, und demgemäß die vier Bücher der Reihe nach als: Le premier, le segond, le tiers et le derrenier Livre de Messire Lancelot du Lac bezeichnet und jedem der Bücher einen von ihm selbst verfaßten Prolog vorausgeschickt.
Das erste, fehlende Buch hat, wie aus zahlreichen Hinweisen, auf dasselbe in den drei anderen Büchern und aus dem Charakter der ganzen Hs. zu schließen ist, die Estoire del Saint Graal, Robert de Borron's Merlin und dessen Vulgat-Fortsetzung enthalten, entweder vollständig oder hier und da gekürzt; vielleicht ist auch ein Bruchstück der Trilogie des pseudo-Robert de Borron darin gewesen; ebenso wahrscheinlich aber ist es, daß das erste, wie das dritte Buch, nichts von der Trilogie enthielt.
Das zweite Buch beginnt nach einem Prologe[4] mit dem Anfang des Lancelot und des Tristan und besteht aus 248 Blättern, von denen fols. 1c-8a; 61b-68d; 78a-175a; 208a-236a, und 247d-248b den Lancelot repräsentieren, während fols. 8a-17a; 71c-78a; 175a-208a und 236a-247d dem Tristan entnommen sind. Fols. 58c-61b und 68d-71c sind aus dem Guiron le Courtois abgeschrieben und endlich fols. 17b-58b enthalten den Gegenstand der vorliegenden Ausgabe, die Abenteuer Gawains, Ywains und Le Morholts mit den drei Jungfrauen aus dem zweiten Buche der Trilogie des pseudo-Robert de Borron. Wer den Lancelot kennt, kann sich ein Bild davon machen wie dieses Bruchstück in denselben hineinpaßt.