»‚Sechs innere Gebiete sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Um das Gebiet des Gesichts, das Gebiet des Gehörs, das Gebiet des Geruchs, das Gebiet des Geschmacks, das Gebiet des Getastes, das Gebiet des Gedenkens. ‚Sechs innere Gebiete sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die erste Sechsheit.
»‚Sechs äußere Gebiete sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Um das Gebiet der Formen, das Gebiet der Töne, das Gebiet der Düfte, das Gebiet der Säfte, das Gebiet der Tastungen, das Gebiet der Gedanken. ‚Sechs äußere Gebiete sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die zweite Sechsheit.
»‚Sechs bewusstsame Reiche sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Durch das Gesicht und die Formen entsteht das Sehbewusstsein, durch das Gehör und die Töne entsteht das Hörbewusstsein, durch den Geruch und die Düfte entsteht das Riechbewusstsein, durch den Geschmack und die Säfte entsteht das Schmeckbewusstsein, durch das Getast und die Tastungen entsteht das Tastbewusstsein, durch das Gedenken und die Dinge entsteht das Denkbewusstsein. ‚Sechs bewusstsame Reiche sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die dritte Sechsheit.
»‚Sechs berührsame Reiche sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Durch das Gesicht und die Formen entsteht das Sehbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung; durch das Gehör und die Töne entsteht das Hörbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung; durch den Geruch und die Düfte entsteht das Riechbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung; durch den Geschmack {462} und die Säfte entsteht das Schmeckbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung; durch das Getast und die Tastungen entsteht das Tastbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung; durch das Gedenken und die Dinge entsteht das Denkbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung. ‚Sechs berührsame Reiche sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die vierte Sechsheit.
»‚Sechs fühlsame Reiche sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Durch das Gesicht und die Formen entsteht das Sehbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt; durch das Gehör und die Töne entsteht das Hörbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt; durch den Geruch und die Düfte entsteht das Riechbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt; durch den Geschmack und die Säfte entsteht das Schmeckbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt; durch das Getast und die Tastungen entsteht das Tastbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt; durch das Gedenken und die Dinge entsteht das Denkbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt. ‚Sechs fühlsame Reiche sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die fünfte Sechsheit.
»‚Sechs durstsame Reiche sind zu merken‘: das ist gesagt worden; und warum ist das gesagt worden? Durch das Gesicht und die Formen entsteht das Sehbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl bedingt ist der Durst; durch das Gehör und die Töne entsteht das Hörbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl ist der Durst bedingt; durch den Geruch und die Düfte entsteht das Riechbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl ist der Durst bedingt; durch den Geschmack und die Säfte entsteht das Schmeckbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl ist der Durst bedingt; durch das Getast und die Tastungen entsteht das Tastbewusstsein, der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl ist der Durst bedingt; durch das Gedenken und die Dinge entsteht das Denkbewusstsein, {463} der Einschlag der drei giebt Berührung, durch die Berührung ist das Gefühl bedingt, durch das Gefühl ist der Durst bedingt. ‚Sechs durstsame Reiche sind zu merken‘: wurde das gesagt, so war es darum gesagt. Das ist die sechste Sechsheit. —
»‚Das Auge ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Auge wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Auge ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst. — ‚Die Formen sind das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei den Formen wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Die Formen sind das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst. — ‚Das Sehbewusstsein ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Sehbewusstsein wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Sehbewusstsein ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst. — ‚Die Sehberührung ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei der Sehberührung wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an {464} ‚Die Sehberührung ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst. — ‚Das Gefühl ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Gefühle wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Gefühl ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst. — ‚Der Durst ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Durste wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Der Durst ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist das Auge nicht das Selbst, sind die Formen nicht das Selbst, ist das Sehbewusstsein nicht das Selbst, ist die Sehberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst, ist der Durst nicht das Selbst.
»‚Das Ohr ist das Selbst‘ — ‚Die Nase ist das Selbst‘[210] — ‚Die Zunge ist das Selbst‘ — ‚Der Leib ist das Selbst‘ — ‚Der Geist ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Geiste wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Der Geist ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst. — ‚Die Gedanken sind das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei den Gedanken wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an {465} ‚Die Gedanken sind das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst, sind die Gedanken nicht das Selbst. — ‚Das Denkbewusstsein ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Denkbewusstsein wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Denkbewusstsein ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst, sind die Gedanken nicht das Selbst, ist das Denkbewusstsein nicht das Selbst. — ‚Die Denkberührung ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; bei der Denkberührung wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Die Denkberührung ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst, sind die Gedanken nicht das Selbst, ist das Denkbewusstsein nicht das Selbst, ist die Denkberührung nicht das Selbst. — ‚Das Gefühl ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Gefühle wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Das Gefühl ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst, sind die Gedanken nicht das Selbst, ist das Denkbewusstsein nicht das Selbst, ist die Denkberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst. — ‚Der Durst ist das Selbst‘, eine solche Behauptung, die kann nicht angehn; beim Durste wird ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen; wobei nun aber ein Entstehn und Vergehn wahrgenommen wird, muss einer {466} ‚Mein Selbst entsteht und vergeht‘ als Ergebniss gelten lassen; darum geht es nicht an ‚Der Durst ist das Selbst‘ zu behaupten: somit ist der Geist nicht das Selbst, sind die Gedanken nicht das Selbst, ist das Denkbewusstsein nicht das Selbst, ist die Denkberührung nicht das Selbst, ist das Gefühl nicht das Selbst, ist der Durst nicht das Selbst.
»Das aber ist, ihr Mönche, der Pfad, der zur Entstehung der Persönlichkeit hinführt: ›Das Auge‹, sagt man sich, ›das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst.‹ ›Die Formen‹, sagt man sich, ›das Sehbewusstsein, die Sehberührung, das Gefühl, der Durst: das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst.‹ ›Das Ohr‹, sagt man sich, ›die Nase, die Zunge, der Leib, der Geist, die Gedanken, das Denkbewusstsein, die Denkberührung, das Gefühl, der Durst: das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst.‹