Testa diu.
I quali versi corrispondono esattamente alla chiusa del discorso 122: »Darum aber mögt ihr mit Liebe mir begegnen und nicht mit Feindschaft; das wird euch lange zum Wohle, zum Heile gereichen.«“
Mit Liebe und nicht mit Feindschaft dem Meister begegnen, Gehör leihen u. s. w. hat MAKARIOS getreu nachempfunden, bei FLOSS p. 205: Ου γαρ πιστευειν μονον δει Χριστῳ, αλλα και συμρασχειν αυτῳ: und AGATHON hat auch zugleich Vertrauen schlechthin wie oben S. 236–238 sehr besonnen als Ohnmacht und Unbill erkannt, ib. p. 151: Non est peior altera passio quam fiducia: genetrix est enim omnium passionum; convenit ergo operatio monacho non sumere fiduciam, vel si solus sit in cella.
Die ewige Stille, S. 229 (asāmāyikam akuppam ~ asamayavimokho No. 29 i. f.), ist wohl zumeist von ECKHART beschrieben worden, theils in Paradoxen wie ‚Alle Beweglichkeit ist sterben‘, p. 536, oder ‚Ganze Ruhe ist Freiheit aller Bewegungen‘, 605, theils gegenüber der ‚Unstetigkeit und dem Sturme des Weltenflusses‘, 247, als ‚das Wesen in einer stillen Stillheit‘, 389; ferner als wesentliche Stillheit 668, heimliche Stillheit der Einigkeit 520, Tiefe der Stillheit 517, lautere Stillniss 120, unbewegliche Stillekeit 583, stete Stillheit 600, stille Ewigkeit 375, etc. Vergl. Anmerkung 195.
Zur Bezeichnung Sakker in dieser Rede und Sakyer in der vorhergehenden sei bemerkt, dass die Namen, obwohl an sich identische Denominativa von √śak »vermögen«, insofern leicht differenziert erscheinen, als einige nördlichere Städte und Burgen wie etwa Kapilavatthu oder Devadaham stetig den Sakkern, und wieder andere südlichere wie z. B. Nagarakam oder Metāḷumpam stetig den Sakyern zugesprochen sind. Gotamo nennt seinen Vater Sakko, in der 36. und 85. Rede: er selbst aber wird allgemein Sakyaputto, Sohn der Sakyer, geheißen, so in der 41. Rede etc. Der engere Kreis Sakkos, des stolzen S̀akras’, als der er gegolten, und seiner Sakker, S̀ākrer, mag sich immerhin dem umfassenderen der Sakyer, S̀ākyer, eingeordnet haben, die Linie der Dynastie, der Zweig dem Stamme. Darum also haben auch die nächsten Verwandten Gotamos auf der Urneninschrift um die krystallene Phiole, die sie den Aschenresten ihres erlauchten Bruders gewidmet, sich selber als Sakyer bekannt:
Das ist ein Leichenschrein des Erwachten, Erhabenen:
Der Sakyer Stiftung, der Brüder mit Schwestern, mit Kindern und Frauen.
Diesem nüchternen und doch beredten Epitaph ist wohl ferner noch zu entnehmen, dass die Brüder, bez. Halbbrüder Gotamos das Erbe Sakkos gemeinsam angetreten hatten. Zerstörender Habsucht an 2400 Jahre verborgen wurde Urne und Phiole im Januar 1898 aus einem kostbar schützenden Topenhügel bei Piprāvā an der nepālischen Gränze ausgegraben und noch von BÜHLER als das erste historische Sakyer-Dokument erkannt, Journ. Roy. As. Soc. 1898 p. 389, die Inschrift aber erst von PISCHEL im 56. Bande d. Zeitschr. deutsch. morgenländ. Ges. S. 157 f. richtig erklärt. — Der Unfug mit dem S̀akaśākagargādibhyo yañ ist späterer Missverstand, wie die gute alte Theragāthā 533 u. 536 zeigt.
[110] Sälige Gestalt, tusito kāyo, im Reiche der Säligen Götter, vor der Herabkunft zur Erde. — Zu bodhisatto, erwachsam, d. h. der Erwachung angeschlossen sein, ihr nachhängen, sie erringen, cf. die Anmerkung 5 des ersten Bandes. Asokos Eigenbericht auf dem VIII. Felsenedikte, Piyadasi rājā dasavasābhisito saṃto ayāya saṃbodhiṃ, entspricht sehr schön unserem Topus, e. g. erster Band l. c., pubbe ’va sambodhā bodhisatto ’va santo: man hat also damals die wahre Etymologie von bodhisatto noch recht wohl verstanden. Später haben dann die nordbuddhistischen Uebersetzer und Bearbeiter das so natürliche, mit dem Sprachgebrauche vollkommen übereinstimmende tatpuruṣam (bodhisaktas) aus Unkenntniss in ein gekünsteltes, barbarisches, ja unmögliches bahuvrīhi (bodhisattvas) verballhornt und der wüsten tibetischen Spekulation vorgearbeitet.